Mucke auf den Ohren – Bluetooth-Kopfhörer im Test

Musik auf den Ohren!

Ich höre gerne Musik beim Radfahren. Nicht immer, aber relativ häufig. V.a. wenn ich auf der tristen Hausrunde unterwegs bin, die ich gefühlt schon tausendmal gefahren bin, hebt der richtige Beat die Stimmung, genau wie beim Spinning im Studio.

Deshalb habe ich in den vergangenen Monaten verschiedene Bluetooth-Kopfhörer ausgiebig getestet (s.u.), die mir freundlicher Weise von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden.

Die Testberichte werde ich nach und nach im Blog veröffentlichen (siehe unten).

Gerne hätte ich auch die neuen Apple AirPods getestet. Die fallen mir aber schon beim Kopfwackeln aus den Ohren. Nach drei Metern auf dem Rad hätte ich sie verloren.

Das ist doch verboten, oder?

Mit Kopfhörer Musik hören sei beim Radfahren verboten, hört man immer wieder.

Das stimmt aber nicht.

§ 23 StVO
Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden

(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.

Musik – auch über Kopfhörer – in einer Lautstärke, die das Gehör nicht beeinträchtigt, ist also erlaubt.

Es kommt in erster Linie auf Art und Bauweise des Kopfhörers an und inwieweit man den Volumenpegel ausreizt.

Mit gemäßigter Lautstärke, vielleicht sogar mit nur einem der zwei Stöpsel im Ohr (ich empfehle bei In-Ear-Kopfhörern den linken draußen zu lassen), hört man als Radfahrer sicher mehr als ein Autofahrer, der bei geschlossenen Scheiben Musik in ähnlicher Lautstärke laufen hat.

Bauweise von Kopfhörern

Es gibt Kopfhörer in unterschiedlichen Bauweisen. Die Kopfhörer, die wir von zuhause kennen, von Jugendlichen aber gerne auch auf dem Rad verwendet werden, sind On-Ear- oder Over-the-Ear-Kopfhörer.

Diese eignen sich m.E. null zum Radfahren, weil man dann keinen Helm tragen kann.

Bleiben die Modelle, die man sich in die Ohren steckt,  In-Ear und Ear-Buds, und so genannten Bone-Conduction-Kopfhörer.

In-Ear

Diese Kopfhörer werden direkt in den Gehörgang gesteckt und schließen diesen richtig ab. Deshalb liefern sie ein richtig gutes Musikerlebnis mit tollem Bass und können selbst mit Hifi-Over-Ears mithalten.

Sie sind zum Radfahren nicht zu gebrauchen, weil man zu wenig hört, außer man lässt das linke bzw. das der Straße zugewandte Ohr frei.

In-Ear-Kopfhörer habe ich deshalb vom Test vorher ausgeschlossen.

Ear-Buds

Ear Buds sind Kopfhörer, die zwar auch in den Gehörgang eingeführt werden, diesen aber nicht komplett abschließen. Dadurch bringen sie ein etwas schlechteres Klangerlebnis. Allerdings nimmt man – abhängig von der Lautstärke – Umgebungsgeräusche noch wahr.

Bone Conduction

Bone-Conduction-Kofphörer bedienen sich der Knochenleit-Technologie. Durch das Aufliegen auf der Haut vor dem Ohr werden Schwingungen über Haut und Schädelknochen an das Innenohr übertragen, wo sie vom Hörnerv aufgenommen werden.

Da das Ohr bzw. der Gehörgang bei der Knochenleit-Technologie frei bleibt, werden Umgebungsgeräusche voll wahrgenommen. Will man dies vermeiden, kann man Gehörschutzstopfen benutzen, die den Gehörgang verschließen. Dies erhöht das Klangerlebnis. Beim Radfahren wäre es aber schlicht idiotisch.

Testmodelle

Bone Conduction

Aftershokz Trekz Titanium (ca. 149 EUR)
-> zum Testbericht

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