Beim ersten Mal tut’s noch weh 1


… mit diesem Lied auf den Lippen, frei nach Stefan Waggershausen, saß ich heute um 6:50 Uhr auf dem Rad um ins Büro zu fahren. Zum ersten Mal in 2017.

Klar hätte es schon früher Gelegenheiten gegeben. Aber die Ausredenliste ist bekanntlich lang. Morgens und abends noch zu dunkel, zu kalt, zu nass …

All das trifft seit einiger Zeit nicht mehr zu. Trotzdem kam die letzten Tage jede Ausrede recht: Zahnfleischentzündung, ich fühle mich nicht gut … Mist, gerade jetzt wieder Sitzprobleme … Nee, heute um 9 gleich einen Termin beim Geschäftsführer … Heute muss Sohnemann in die Schule gefahren werden …

Keine Ausreden!

Heute kam ich dann nicht mehr drum rum. Der Sohn wollte selbt mit dem Rad in die Schule, die Wettervorhersage zeigte Sonne, trockenes Wetter und mit Null Grad nicht allzu kalt, das Sitzproblem war besser, um neun keinen Termin, v.a. nicht mit dem Geschäftsführer …

Der Wecker war gestellt, 20 Minuten früher als sonst, die Radsachen zurecht gelegt, alles gut also.

Puh, trotzdem fluchte ich innerlich. Beim ersten Mal tut’s halt noch weh, beim zweiten Mal nicht mehr so sehr … So ist es halt jedes Jahr.

Aber das ist nicht ganz korrekt. Heute früh auf dem Rad war es so herrlich, dass ich allenfalls gelten lassen könnte „vor’m ersten Mal tut es noch weh“. Ich war nämlich noch keine drei Meter gefahren und die gute Laune war da.

#commutescount

10 km habe ich von Zuhause bis ins Büro. 10 km, die ich ausreize. Mein Ziel für den Arbeitsweg: Eine Stunde sollen es schon werden. Damit werden die 10 km schnell auf 25, 28, 30 km ausgereizt.

Heute früh waren es sogar 33 km, weil ich es paar Minuten dran hängen konnte.

#commutes bzw. der Arbeitswege #count, zählen also als Training. Besser geht es doch gar nicht.

A propos: Mit Duschen usw. war ich um 8:55 bereit für ein Meeting … wenn ich denn eins gehabt hätte.

Dank gilt meinem Arbeitgeber

Dank flexibler Arbeitszeiten, Duschen, Trockenraum, Spinde im Büro – wenn auch mit Lauferei zwischen Gebäudekeller und Sporthalle verbunden – kann ich mir den Luxus leisten, den Arbeitsweg zum Training zu machen.

Dass das nicht jeder kann/darf der woanders arbeitet, sollte ich mir öfter bewusst machen und einfach auch mal dankbar und zufrieden zu sein.

 

… und in der Mittagspause schnell mal einen Blogartikel tippen können – auch dafür bin ich dankbar :-). Danke AirPlus.


Über Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.


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Ein Gedanke zu “Beim ersten Mal tut’s noch weh

  • Katharina

    Dein Arbeitsplatz klingt sehr paradiesisch in Sachen Umziehen, Duschen und Kleidung trocknen, wunderbar, dass du ihn auch schätzt und das alles nutzt 🙂 Ich wünsche mir sowas bei mir auf der Arbeit auch, bisher muss ich mir mit Wechselklamotten, einem nassen Waschlappen und Umziehen im viel zu engen Klo behelfen. Nicht so wirklich toll, wenn man zwar nur 15km, die letzten 5 aber bergauf gefahren ist. Aber um nicht (nur) zu meckern: Radfahren zur Arbeit macht trotzdem Spaß! 🙂