Bikefitting – Denk mal drüber nach


Bikefitting? Das braucht man doch nicht, oder?

Über Sinn und Unsinn von Bikefitting lässt sich vortrefflich streiten. Fast täglich wird das Thema in einer der vielen Fahrradgruppen auf Facebook kontrovers diskutiert. Dabei ist – Entschuldigung – viel Unfug von vermeintlichen Fahrradexperten zu lesen.

Nun möchte ich mich mitnichten als Experten bezeichnen.  Aber ich habe über die Jahre eigene Erfahrungen gesammelt. Aus Erfahrung wird man klug, heißt es. Aber auch, man lernt nie aus.

Um was geht es hier?

In der Artikelserie „Bikefitting“ möchte ich schildern, wie unbedarft ich mich dem Thema genähert habe und wie ich mein erstes Bikefitting 2013 erlebte.

Erfahre, welche Werte wichtig sind und warum Du mit diesen einmalig ermittelten Werten bewerten kannst, welcher Rennradahmen zu Dir passt, vorausgesetzt Du kennst die Geometriedaten.

Begreife, dass Du mit diesen Werten ein neues Rad selbst auf Dich anpassen kannst, ohne wieder zum Bikefitter laufen zu müssen.

Verstehe, dass Du mit diesen Werten im Gepäck Deine Sitzposition leicht auf Dein Mietrad im Trainingslager „kopieren“ kannst.

Mich würde freuen, wenn Du nach dem Lesen der Artikelserie für Dich beurteilen kannst, ob ein Bikefitting gut investiertes Geld ist.

Wenn das Geschriebene für Dich hilfreich war, freue ich mich über einen Kommentar hier im Blog und ggf. über das Teilen der Serie in den sozialen Medien wie bspw. Facebook. Vielen Dank!

Ein Rad muss sitzen, wie ein guter Anzug

Beginnen möchte ich mit einem Zitat von Marc Bator:

Ein Rad muss sitzen wie ein guter Anzug. Der spannt ja bekanntlich auch nicht. Vielleicht haben Sie auch Glück, und es passt alles auf Anhieb. Wenn ja, herzlichen Glückwunsch! Falls nicht, willkommen im Klub.

„Willkommen im Klub“ muss aber nicht sein, vorausgesetzt Du kennst Deine Werte vom Bikefitting und wählst Deinen neuen Rahmen primär nach diesen Werten und nicht nach Aussehen, Marke oder sonst etwa.

Thema Bikefitting in der Tour 3/2017

Titelthema der Tour 3/2017 war, „Bikefitting: Perfektes Sitzen“.

Der Tour-Test beschreibt das Bikefitting bei Specialized, Radlabor, IQ Athletik und bikefitting.com/Lechner sowie deren unterschiedliche Herangehensweise und teilweise unterschiedliche Ergebnisse bzw. Empfehlungen.

Was die Qualität des Radlabors betrifft- und nur dort war ich bisher selbst zum Bikefitting, spiegelt sich in der Aussage von Pascal Ketterer vom Radlabor wieder, das in der Tour zu lesen war:

„Die überwältigende Mehrheit unserer Kunden ist mit dem Fitting zufrieden und kommt nicht wieder. Wir nehmen das als Bestätigung für unsere Arbeit.“

 

Für mich stimmt das. Ich war und bin mit meinen ermittelten Werten und der Sitzposition auch nach vier Jahren noch zufrieden und beschwerdefrei.

Übrigens fragt das Radlabor per Email nach vier Wochen nach, ob man zufrieden ist oder einen kostenfreien Kontrolltermin haben möchte, falls die Einstellungen nicht passen.

Besser geht eigentlich nicht, könnte man meinen. Aber es geht noch besser!

Ein Bestandskunde des Radlabor bekommt zum Beispiel jederzeit eine Neukaufberatung kostenfrei. Sollte sich jemand ein neues Fahrrad kaufen wollen, berechnen die Experten ob der Wunschrahmen zur Position passt und kalkulieren die optimale Rahmengröße – ohne weitere Kosten. Das ist ein Wort!

 

Teil 2: Mythen und (meine) Wahrheiten

Teil 3: Mein langer Weg zum Radlabor

Teil 4: Rahmengrößen-Beratung

Teil 5: Bikefitting  – Geometrie verständlich?!


Über Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

Du darfst gerne kommentieren. Bitte verwende keine Links, da solche Kommentare zunächst in die Warteschleife geschoben werden.