Luganersee

Slowness am Luganersee

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Diesmal ist CyclingClaude an den Luganersee, ca. eine Autostunde nördlich von Mailand, eingeladen. Da CyclingClaude unfallbedingt nicht kann, schickt er mich. Schließlich bin ich Italien-Fan.

Michael am Comer See Pressereise Luganersee
CyclingClaude-Reporter Michael

Die Gegend um den Comer See in Oberitalien erfährt gerade eine Renaissance, u.a. durch einen markanten Schauspieler und Espresso in Alukapseln (… wovon man halten kann, was man will – das Team CyclingClaude steht auf Siebträger-Kaffee!). Der Hollywood Star „George Clooney“ hat nämlich vor einiger Zeit eine Villa am Comer See gekauft. Seither wird diese Gegend gehypt und nahezu zu überrannt. Die Hotelpreise schnellen nach oben. In der Hauptsaison rufen 5*-Hotels ähnliche Raten wie in London auf.

Wer es günstiger und mindestens genauso schön mag, wird ganz in der Nähe fündig; am Luganersee. Dort ist es ,.E. gemütlicher mit entsprechend „Slowness“

Insgesamt drei Tagen durfte ich die Gegend erleben, begleitet von „Luxury Bike Hotels“ und „Como Lago Bike“. Gastgeber war das Hotel „Parco San Marco – Lifestyle Beach Resort“.

Von Frankfurt aus sind es knapp sechs Stunden Fahrzeit, bei ca. 600 km bis zum „Parco San Marco – Lifestyle Beach Resort“.

Zunächst einmal zum Radfahren

Wer nach „Como Lago Bike“ googelt, findet schnell den Namen „Alberto Elli“. Alberto – jetzt knapp 55 – war Radprofi und hat insgesamt 4 x Mal das gelbe Trikot bei der Tour de France getragen.  Zudem stand er bei diversen namhaften Radrennen auf dem Podest. Alberto betriebt eine Radstation am Comer See mit Dependance am Luganersee, im Hotel Parco San Marco.

Alberto Elli Luganersee
Alberto Elli

Neben dem Radverleih bietet Alberto geführte Tagestouren an. Die Fahrräder sind allesamt sehr hochwertig. Angeboten werden z.B. Rennräder von Pinarello und eBikes z.B. von Specialized. Dazu gibt es im Hotel eine gut ausgestattete Fahrradwerkstatt und ein absperrbaren Fahrradraum.

Rennrad, MTB und Wandern um den Luganersee

Die Umgebung rund um den Luganersee ist nicht nur für Radfahrer traumhaft und vielfältig. Südlich vom Hotel, keine 20 km entfernt, liegt die schweizerische Stadt Lugano, die dem See seinen Namen gab. Mit dem Mountainbike kann man diesen Ort sehr leicht erreichen, bspw. über den Wanderweg entlang des Sees.

Dabei lohnt ein Abstecher in die „Kirche Santa Maria degli Angeli“ in Lugano. Dort hängt ein wunderbar erhaltenes Gemälde von Bernardino Luini (1482 – 1532) mit der Kreuzigung und Szenen des Leidens Christi im Hintergrund.

Kirche Santa Maria degli Angeli in der Nähe des Luganersee

Wer noch Lust hat, fährt auf Radwegen und Straße auf die andere Seite des Luganersee nach Caprino. Hier hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt Lugano.

Zurück fährt man entweder auf der gleichen Strecke oder man wartet auf ein Boot, welches nach Lugano fährt.

Luganersee Boot

Sicherlich gibt es auch einen Weg am östlichen Ufer, am besten auf die Karte schauen oder das Hotel fragen. Alberto hat mir zumindest gesagt, dass diese Gegend unendlich viele Trails bietet.

Nicht weit vom Hotel Parco San Marco liegt der auch der Comer See. Mit dem Rennrad, ist der See über Radwege ohne Probleme zu erreichen.

Comer See Rennrad

Wir hatten am Comer See das „Museo Del Ciclismo – Madonna Del Ghisallo“ besucht. Das Museum direkt an einer kleinen Kirche hat eine sehr lustige Geschichte. Der ehemalige Radsportstar Fiorenzo Magni hat wohl Ärger mit seiner Frau bekommen, weil wohl das Haus voller Fahrräder, Pokale etc. überquall. Sie setzte im die Pistole auf die Brust. Das Zeug, oder ich!

Statt alles zu verkaufen, riet ein Freund zur Museumseröffnung. Kurzer Hand wurde ein Museum gegründet, direkt neben der Kirche. Seither pilgerten mehr Radsportler zum Museum als zur Kirche und spenden dem Museum Trikots, Räder, Medaillen und Trophäen. Darunter befinden sich Stars wie bspw. Gianni Motta, Fausto Coppi, Francesco Moser, Ercole Baldini, Gino Bartali, Marco Pantani und Mario Cipollini.

Es gibt viel zu sehen, vom Militärfahrrad über sehr alte Rennräder uns sogar vollständig aus Holz gebauten Einzelstücken. Für das Museum sollte man sich also Zeit lassen! Wenn möglich empfehle ich eine Führung. Man lernt doch einiges dazu, bspw. wie früher durch Hinterraddrehen geschaltet wurde, oder über integrierte Kettenschmierung. Mir war das neu.

Ganz in der Nähe vom Museum ist die „Wand von Sormano“. Ein sehr steiler Anstieg, bekannt bei den Radsportfans aufgrund der Schwierigkeit. Knapp 16% im Durchschnitt, im Maximum 25%, „knackige“ 300 Höhenmeter bei knapp 2 km Wegstrecke. Puhh…. „Dummerweise“ ist die Steigung dann noch recht schmal, hinauf schlängeln klappt leider nicht.

Anstieg Comersee

Ansonsten waren wir mit Alberto stundenlang mit dem Rennrad unterwegs. Einmalig! Allerdings muss ich eingestehen, dass ich gegen Alberto bergauf relativ alt aussah. Statt Hinterrad sah ich oft nur noch seinen Kondensstreifen.

Michael Rennrad Luganersee

Am Comer See kann ich einen „kulturellen Abstecher“ zur „Villa Melzi D’Eril“ empfehlen. Ein recht „armer Italiener“ Francesco Melzi d’Eril hat direkt am See eine recht „kleine“ neuklassizistische Villa ca. 1810 bauen lassen. Sehr beeindruckend ist die Gartenanlage nebst einer Kapelle. Die Villa ist immer noch im Privatbesitz und kann nicht besichtiget werden. Die Parkanlage lohnt sich auf jeden Fall. Wir durften zu Fuß mit den Rennrädern den Park durchqueren. Der Blick auf den Comer See ist zumindest einmalig. 

Natürlich gibt auch „Kultur“ am Luganersee, die „Villa Fogazzaro Roi“ kurz vor der schweizerischen Grenze Fahrtrichtung Lugano. Die Villa ist ein Traum, direkt am See gebaut, erstreckt sich über 3 Stockwerke mit knapp 1.000 qm Wohnfläche. Einzigartig ist die Einrichtung. Ursprünglich wurde die Villa von der Mutter einem sehr bekannten italienischen Schriftsteller – Antoinio Fagazzora – gebaut, bis ins Jahr 2009 in Familienbesitz. Nach dem Tode von Giuseppe Roi wurde die Villa an die FAI (Fondo Ambiente Italiano ist eine gemeinnützige Stiftung für Denkmalpflege und Naturschutz) übertragen. Seitdem ist die Villa ein Museum und kann nur mit Führung besichtigt werden. Nachdem Tode von Guiseppe Roi wurde an der Villa nahezu nichts verändert. Selbst in Garderobe hängen noch seine Mäntel. Von den kleinen Terrassen, Garten hat man ein wirklich einmaliger Blick auf den Luganer See. 

Luxury Bike Hotels

„Luxury Bike Hotels“ vermitteln hochwertige Hotels in Italien, die auf Radfahrer eingestellt sind. Wer bei Luxury Bike ein Hotel bucht, kommt sogar in den Genuss eines „Wäscheservice“. Die Fahrradbekleidung kann am späten Nachmittag abgegeben werden. An nächsten Morgen sind diese dann fachgerecht gewaschen. Zudem bieten alle „Luxury Bike Hotels“ Wellness an. Ich kann das bestätigen, da ich mit Besi & Friends für einen Tag im Hotel „Pieva a Salti“ (südliche Toskana) übernachten durfte. Das Hotel war ein Traum, der Besitzer ist ebenfalls ein leidenschaftlicher Rennradfahrer.

Parco San Marco am Luganersee

Diesmal waren wir aber im „Parco San Marco“, in der Nähe des Städtchen Porlezza.

Hotel Parco San Marco Luganersee

Was soll ich sagen? Ich habe mich spontan in das Hotel verliebt. Freunde von mir waren ca. zwei Wochen später auch dort und waren ebenfalls begeistert.

Das Hotel liegt inmitten einer 30.000 qm großen subtropischen Parkanlage, direkt am Luganersee. Das ist beeindruckend.

Außerdem hat das Hotel eine spannende Vorgeschichte. In den 60er Jahren hat der Eigentümer „Hartmut Schwenn“ aus Wernigerode (Sachsen-Anhalt) das heutige Grundstück über mehrere Jahre aus Einzel-Parzellen erworben. Hartmut Schwenn ist kein Unbekannter. In den 60er Jahren gründete er in Frankfurt das größte „europäische Auktionshaus für Briefmarken“, mit Dependancen u.a. in Wiesbaden, London, Schweiz, USA und Südamerika.

Zunächst vermietete Hartmut Schwenn Ferienhäuser auf dem heutigen Hotelgelände. Vor 20 Jahren wurde die Anlage dann zu einer 4-Sterne „Plus“ Hotel erweitert.

Ein Weingut in der Toskana hat der nette Herr er auch mal besessen, erzählte mir der ungekrönte „Briefmarkenkönig“, als ich ihn an der Hotelbar auf einen Gin-Tonic traf. Inzwischen ist er Privatier. Das Hotel wird nunmehr seit 12 Jahren vom Schweizer Raimondo Sartorio mit viel Geschmack und Sinn für Kunst geleitet.

Die Hotelanlage hat insgesamt 111 Suiten und Apartments, alle Südblick zum See. Je nach Saison sind die durchschnittlichen Zimmerpreise wie folgt:

  • Für 2 Personen 195 € bis 605 € in der Haupt- und 155 € bis 495 € in der Nebensaison
  • Einzelzimmerpreise je nach Saison zwischen 108 € bis 330 €

Die Preise verstehen sich inklusive des sehr üppigen, vielfältigen und hochwertigen Frühstück. In Italien kennt man eigentlich „Frühstück auf Sparflamme“. Nicht aber im Parco San Marco. Die Zimmerpreise sind auf den ersten Blick nicht „günstig“, aber man bekommt auch wirklich eine Gegenleistung.

Halbpension ist auch möglich und kostet 45 € Aufpreis pro Person für ein 5-Gänge Menü. Zudem hat das Hotel drei weitere Spezialitäten Restaurants:

  • „La Musa Restaurant“, Sterne Gastronomie mit fantastischer & sehr geschmackvollen Inneneinrichtung
  • „La Masseria Mediterranean Grill“, ein toller Blick über den Luganersee, spezialisiert auf „Gegrilltes“ (Fisch, Entrecote etc. stehen auf der Karte)
  • „46-Grad Parallelo Pizzeria & Beach Lounge“, direkt am See kann man Pizza essen, geöffnet Juni bis September

Erwähnenswert ist außerdem: Der eigene Strand am See ist ohne Straßenüberquerung erreichbar. Insgesamt gibt es zwei Kindergärten (2- bis 5- / 6- bis 12-jährige) mit kostenfreier Betreuung. Zudem ist die Hotelanlage mit mehreren Kinderspielplätzen ausgestattet, es gibt sogar Esel. Langweilig wird es den Kindern bestimmt nicht! Im Gegenteil. Giovanna – sie arbeitet im Hotel – hat mir erzählt, dass manche Kinder bei der Abreise weinen würden. Ich bin mir sicher, dass diese Aussage stimmt! Schließlich hätte ich bei Abreise auch fast geweint.

Aber auch an Ruhesuchende wurde gedacht. Die Hotelanlage hat mehrere „Ruhezone“ – Kinder haben dort keinen Zutritt. Auch im Hauptrestaurant gibt es ein Ruhebereich. Im Wellnessbereich inklusive Hallenbad, mehreren Saunen, Dampfbad und Ruhegrotte haben die Kinder nicht in allen Bereichen Zutritt. Somit kommt jeder Gast auf seine Kosten und kann ungestört seinen Aufenthalt genießen.

Direkt an der Hanglage beginnen die Wanderwege. Wer also ausschließlich wandern möchte, ist auch hier bestens aufgehoben. Zudem gibt es mehrere Außenpools mit Wasserrutsche und vielen mehr wie z.B. eine Tennis- und Badmintonanlage, ein Kletterbereich, ein Volley- und Basketballanlage.

Dem Hotel gebe ich persönlich volle 5-Sterne. Mir wurde gesagt, dass dem Hotel die 4-Sterne „Plus“ besser gefallen. Die mehr als 100 Mitarbeiter sind mehr als phantastisch, ehrlich freundlich, motiviert und lesen nahezu jeden Wunsch von den Lippen ab. Ich habe keinen Mitarbeiter gesehen, der in irgendeiner Form gelangweilt war. Wir hatten an einem Abend ein „Gin-Tasting“ in der „Lounge San Marco“, welches in Perfektion „zelebriert“ wurde. Fantastischer Gin, z.B. aus Südafrika oder lokal vom Comer See … was will man mehr.

Und nun zum Bett: ich habe dort so genial geschlafen, dass ich mir gleich den Hersteller (Dorelan, eine italienische Exklusivmarke und Partner des Trek Team beim nächsten „Giro d‘Italia“) notierte. Da bei mir zuhause sowieso eine neue Matratze angesagt war, habe ich herausgefunden, dass es eine identische Matratze von „Dorelan“ über MSC gibt. Das Modell nennt sich „Sleep Comfort Plus“ und ist identisch mit der Matratze „Incanto“ (Höhe 25 cm). Die Preise sind dort extrem gut. Ähnliche Matratzen von Dorelan kosten in Deutschland mit den Ausstattungsmerkmalen knapp das Doppelte. Erwähnenswert ist, dass es sich hier um eine Hotelserie handelt, damit noch eine Qualitätsstufe besser als die „Standardmatratzen“ von Dorelan. 

Zudem konnte ich mit Dorelan ein CyclingClaude-Deal vereinbaren. Da der Internet-Shop nur für die Schweiz / Italien gilt, muss man folgendermaßen vorgehen:

  • Email an: info@sleepbymsc.com
  • Im Betreff angeben: „Special offer: Mattress for CyclingClaude“
  • Bitte auf English um Angebot bitten und bitte die Größe der Matratze (in cm) nicht vergessen

Nun bin ich am Ende meines Artikels rund um den Luganersee gelangt und hoffe, dass ich nicht zu „gesprächig“ war. Das Hotel Parco San Marco hat es mir sehr angetan. Die Möglichkeiten in der Gegend um den Luganersee sind gigantisch. Wandern, MTB oder Rennrad direkt vor der „Haustür“ oder einfach nur mal relaxen und die Seele baumeln lassen. Dazu die italienische Küche, ein guter Espresso für 1,20 €. Ich zumindest habe mich in diese Gegend verliebt und ich werde definitiv wieder kommen!


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