Nebula Mars 2 und Nebula Capsule Beamer

Let’s zwift again

Zwift macht so richtig Bock. Virtuell in der Gruppe fahren, exakt den Widerstand am Pedal spüren, den Streckenprofil und Windschatten vorgeben, die soziale Komponente einer gemeinsamen Ausfahrt …

Größer ist besser!

Auch wenn es im Leben nicht immer auf die Größe ankommt, bei Zwift schon. Zwar kann man auf dem iPhone im Taschenkinoformat zwiften, aber das kommt nicht ganz so gut rüber. Auf dem Laptop-Bildschirm, o.k., besser ist aber ein schöner Flatscreen an der Wand. In entsprechender Größe legt man für einen LED-TV ein paar Scheine auf den Tisch. Warum dann nicht gleich einen Projektor kaufen? Vor einer großen Projektionsfläche zu zwiften ist nämlich der Hammer.

Zwift Wahoo in Köln Projektor
Selbst auf einer unebenen Wand ist Größe unbezahlbar

Miniprojektoren der Marke Nebula

Die Firma Anker, die viele durch qualitativ hochwertige Powerbanks etc. kennen, vertreibt unter der Marke Nebula Mini- bzw. Pocket-Projektoren, die mit DLP-Technologie arbeiten und deren Lampen bis zu 30.000 Betriebsstunden durchhalten sollen.

Die Nebula Capsule, ist ein Taschen-Projektor in Größe einer Cola-Dose. Der Nebula Mars 2, Nachfolger des Mars, ist vom Volumen mit vier Cola-Dosen vergleichbar, aber kaum schwerer als die Capsule. Dafür kann der Mars 2 technisch etwas mehr.

Die Mini-Projektoren sind aber keine “einfachen” Beamer. Mit Android 7.1, leistungsfähigen Prozessoren und 8 GB Speicherplatz laufen Apps direkt auf dem System. Bspw. kann Netflix, Youtube oder Amazon Prime Video gestreamt werden, ohne ein Zuspielgerät angeschlossen zu haben.

Dabei kann man sie mit einer Fernsteuerung oder der dazugehörigen App bedienen, halten 3 bis 4 Stunden im Akku-Betrieb durch und können sogar als Bluetooth-Box ihren Dienst verrichten.

Video-Zuspielquellen können über, HDMI, USB (Mars 2) bzw. Micro-USB (Capsule) oder drahtlos (Miracast und AirPlay) angeschlossen werden. Drahtlose Verbindung bedeutet allerdings einen Zeitversatz von gefühlt ein bis zwei Sekunden. Bei Netflix und Co. ist das vollkommen egal, aber in einem Echtzeitspiel wie Zwift fällt das auf. Deshalb zwifte ich immer mit einer HDMI-Verbindung zwischen Nebula-Projektor und meinem MacBook Air.

Reichen die eingebauten Lautsprecher (1×5 Watt bei der Capsule bzw. 2×10 Watt beim Mars 2) nicht aus, kann man über Bluetooth externe Lautsprecher verbinden; bei dem Mars 2 auch mit 3,5-mm-Klinke.

Beide Projektoren erlauben neben der normalen Projektion auch Rückwärts- und/oder Überkopfprojektion.

Wichtig zu erwähnen ist die so genannte Trapezkorrektor. Die hält die linke und rechte Seite des Projektionsbilds immer parallel, auch wenn die Projektionsfläche nicht genau im Winkel von 90° angeleuchtet werden. Das gefällt mir sehr.

Genial finde ich außerdem, dass die Projektoren – idealerweise auf einem kleinen Tischstativ aufgestellt – an die Decke projizieren, sodass man bspw. im Bett gemütlich netflixen kann, sollte man gerade nichts anderes vor haben.

Übrigens haben beide Projektoren im Boden eine Stativgewinde verbaut.

Wichtigste Unterscheidungsmerkmale

Auflösung

Die Capsule leistet 480p, im 16×9-Format, also 854×480 Auflösung.
Mars 2 verfügt über 720p HD, also 1280×720 Auflösung.

HD ist besser, das ist klar. Die 480p der Capsule sind etwas gröber, aber in den allermeisten Fällen ausreichend, egal ob für Video-Streaming oder Zwift. Reizt man die maximale Entfernung (s.u.) der Geräte nicht komplett aus, wirkt sich das positiv auf die Bildqualität aus. 

Leuchststärke / Helligkeit

Während die Capsule mit 100 Ansi Lumen auskommen muss, ist der Mars 2 mit 300 Ansi Lumen heller.
In einem abgedunkelten Raum sind die 100 Ansi Lumen der Capsule völlig ausreichend, auch wenn man die maximale Projektionsfläche von 100 Zoll (254 cm) ausreizen will. Die 300 Ansi Lumen des Mars 2 

Die Capsule, der Mini-Projektor in Größe einer Cola-Dose, bringt eine Leuchtkraft von 100 Ansi-Lumen. Das reichen gar um 150 Zoll bzw. 381 cm voll auszuleuchten.

Meine Projektionsfläche für Zwift beträgt übrigens mehr als 200 cm, also ca. 80 Zoll.

Fokussierung

Die kleine Capsule hat einen manuellen Fokus. Der Mars 2 hat Autofokus an Bord. Die Automatik ist ein netter Luxus, das Fehlen derselben aber kein k.o.-Kriterium.

Youtube-Video

Im Youtube-Video kannst Du Dir die Geräte und Bildunterschiede genauer anschauen. Ich hoffe das hilft für eine Kaufentscheidung. Ich freue mich auf Deinen Kommentar, Dein Like auf Youtube oder wenn Du meinen Kanal abonnierst.

Preise

Die Nebula Capsule kostet UVP 479 EUR, bei Amazon derzeit 459 EUR. Meine Capsule gab es im Juli 2018 in der Amazon Prime Week für 349 EUR. 

Der Nebula Mars 2 ist mit UVP 599,99 EUR ein Stück teurer und kostetet bei Amazon momentan 589,99 EUR. Den gab es am Cyber Monday 2018 bei Amazon für unschlagbare 399,99 EUR. Da konnte ich nicht nein sagen.

Fazit

Die beiden Mini- bzw. Taschen-Projektoren Nebula Mars 2 und Nebula Capsule sind für Zwift gut geeignet. Sie sind nicht billig aber für einen Flatscreen in entsprechender Größe würdest Du wesentlich mehr bezahlen müssen. Außerdem ist so ein Flatscreen null mobil. Ein Mini-Projektor steht in der Pain Cave, ist aber schnell bspw. ins Schlafzimmer transportiert. Die Nebula-Geräte ermöglichen sogar ein Kinoerlebnis im Wohnwagen, am späten Sommerabend an der Hauswand der Terrasse etc. Was will man mehr.
Aufgrund der besseren Auflösung und Lichtstärke würde ich zum Mars 2 raten. Wer nicht ganz so groß projizieren möchte, oder die Pain Cave gut abdunkeln kann, ist bei Zwift.

Als Stativ empfehle ich übrigens das Manfrotto MTPIXIEVO-RD Pixi Evo Mini-Stativ, das es in mehreren Farben gibt.
Kleiner Hinweis: Der Nebula Mars 2 hat um das Stativgewinde, das auf der Unterseite des Geräts befindet, eine kleine Auswölbung, rund um das Gewinde. Dadurch sitzt das Gerät nur locker auf dem Stativ. Ich habe einfach zwei kleine Gummistreifen, die ich von einer Garmin-Lenkerhalterung übrig hatte, unter gelegt. Dann hält es bombenfest.
Die Capsule hat diesem Wulst übrigens nicht. Ergo braucht es keine Nachbesserung.

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