Der Blog im Blog für die Kalenderwoche 31/2018

Wenn Du wissen möchtest, um was es hier geht, lies bitte den zugehörige Blogbeitrag und schau öfter mal rein, weil ich in der Regel an jedem Wochentag, was schreibe – manchmal erst abends.

5.8.2018

Heute waren wir in Langenlonsheim, meine Mutter besuchen. Natürlich kam CyclingOlli zu Kaffee und Kuchen vorbei. Im Gepäck hatte er seine neuen Radschuhe von BTWIN, also Decathlon. Für 130 EUR ist das Spitzenmodell der Franzosen ein echtes Schnäppchen. Gemeinsam haben wir die Pedalplatten ausgerichtet und nun hoffe ich, dass mein Bruder mit richtigen Rennradpedalen (Look statt SPD)  100% im Rennradlager gelandet ist.

Die Berichte über Jan Ulrich machen mich traurig. Drogen, Alkohol … Ulle macht sich fertig. Hoffentlich bekommt er wieder die Kurve. Ob er es aber alleine schafft? Von der Familie scheint er getrennt zu sein. Wer kann ihm Halt geben. Schöner Mist.

Arschig finde ich, dass Til Schweiger der Presse viel zu viel erzählt und gleichzeitig behauptet, man könne die TdF nur mit Doping gewinnen.

4.8.2018

Gestern wieder Besuch des Weinfestes in Dietzenbach. Autsch ;-). Nein ganz so schlimm war es nicht.

Nach dem zweiten Schoppen hatte ich mich auch nicht mehr über die Engstirnigkeit einiger weniger Leute aufgeregt. Was war passiert?

Ein Freund, Michael, war mit seinem Rotwild-MTB vom Hexenberg gekommen, um einen Schoppen mitzutrinken. Ohne Schloss. So what! Da lehnt man das Rad halt irgendwo an, wo es keinen stört. Keinen stört? Denkste. Keine zwei Minuten später waren zwei “Fest-Sherrifs” vom Ordnungsamt bei uns am Tisch. Michael war gerade am Weinstand und die städtischen Ordnungshüter glaubten zunächst, dass es mein Fahrrad sei. Ich wurde aufgefordert, mein Rad umgehend vom Festgelände zu entfernen. Schließlich gäbe es am Rathauscenter Fahrradständer. Jawoll, hätte ich fast gerufen und die Hacken zusammen geschlagen. Aber ich konnte mich beherrschen ;-).

Mein Hinweis, dass es gar nicht mein Rad sei, wurde zunächst ignoriert. Warum eigentlich? Wollte man mir nicht einmal zuhören? So fragte ich zunächst, auf welcher Grundlage sie das Rad vom Festplatz entfernen lassen wollten. Erst schaute man verdutzt, dann wurde etwas von Gefahrenlage erzählt, weil es auf dem Fest doch so voll sei. Voll war es, aber das Rad stand nicht im Weg oder behinderte jemanden. Das mussten wohl auch die Ordnungshüter einsehen und entfernten sich. Zwei ältere Damen, zu denen wir uns an den Tisch gesetzt hatten, fingen nun an, ebenfalls über das Fahrrad zu meckern, obwohl es sie, sitzend am Tisch, null gestört haben konnte.

Irgendwann ging meine linke Tischnachbarin zum Pullern. Sie blieb recht lange weg. Ich vermute, sie war nicht nur beim Pullern. Sie beschwerte sich wohl wegen unseres ungehörigen Verhaltens bei der Stadtpolizei. Kurz darauf waren nämlich wieder zwei Ordnungshüter an der Stelle des öffentlichen Ärgernisses. Einer, der schon vorher da war und offenbar sein Chef. Chef hatte ein blaues Polo-Shirt an, die anderen schwarze T-Shirts.

Chef forderte uns auf, das Rad umgehend zu entfernen. Nachdem wir im ebenfalls erklärt hatten, dass kein Schloss griffbereit war (und mal ehrlich, wer schließt schon gern sein Rotwild in Dietzenbach am Rathauscenter an?), wurde wieder etwas von Gefahrenlage gesprochen. Ich fragte dann, ob bspw. die ganzen Kinderwagen und va. die Festbänke im Falle einer Panik nicht mindestens genauso gefährlich wären. Kinderwagen, meinte Cheffe, das sei ja was anderes. Aber ein Fahrrad, das gehe ja gar nicht.

Irgendwie haben sie sich dann aber doch wieder entfernt. Vermutlich waren sie sich ihrer Sache nicht ganz sicher.

Nun. Danach war alles gut. Typisch Deutsch kann ich da nur sagen. Kein Problem, aber erst einmal darüber aufregen. Was soll das? Warum nicht einfach locker durch die Hose atmen?

Übrigens gehe ich wegen so was bei Da Claudio, unten im Rathaus-Center kein Eis mehr essen. Letztes Jahr wollte ich nach einer Ausfahrt bei heißem Wetter mit dem Rad rein. Sein sauberes, trockenes Rennrad. Vor mir drei Mütter mit Kinderwagen, in der Schlange vor der Eis-Theke. Mir sagte man hingegen, mit dem Rad kommen sie hier nicht rein. Wo bitteschön ist der Unterschied? Dann esse ich mein Eis lieber da, wo ich willkommen bin.

3.8.2018

In der früh war das Interview mit der Offenbach Post veröffentlicht.

Schade, dass gar nicht rüber kam, über was wir uns alles unterhalten haben. Stattdessen wird auf die fünf “Hater-Bewertungen” auf Facebook geschaut. 5 von 55 – wahrscheinlich immer von derselben Person.

Cycling Claude wehrt sich nicht dagegen. Die Überschrift wurde von meiner Aussage her geleitet, dass ich mich dagegen verwehre, als vermeintlicher Kampfradler gesehen zu werden, nur weil ich auf der Straße fahre, obwohl Bürgersteige für Fahrradfahrer frei gegeben sind.

Eigentlich hatten wir viel mehr über Ernährung, Rezepte, schicke Radkleidung, Freundschaften, die durch den Blog entstanden sind etc. gesprochen. Aber vielleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung des Interviews?

2.8.2018

Obwohl noch Ferien sind, ist die Verkehrslage morgens schon wieder schlimmer als in den ersten fünf Wochen der Sommerferien. Alles ist weniger entspannt, selbst in den Wohngebieten. Was bin ich froh, dass ich meist Wirtschaftswege fahre, wenn es ins Büro und zurück geht.

Ansonsten ist man nämlich immer der Arsch. Derzeit ist bei uns in Dietzenbach ein Baustelle, sodass die Spur, auf der ich morgens aus der Stadt rolle, eine 30er Geschwindigkeitsbeschränkung hat. Überholen ist nicht, weil die Spur sehr eng ist. Ich fahre in der Regel dort zwischen 30 und 32 km/h. Warum muss man dicht auffahren und kann nicht entspannt mit 30 km hinter dem Radfahrer her fahren? So was werde ich nie verstehen.

1.8.2018

Der Juli ist rum. Auf den Straßen und Feldern sieht es wie im Herbst aus. Das Getreide ist längst eingefahren und vor lauter Trockenheit werfen die Bäume Blätter ab. Zu früh.

Mit dem Rad ging es gestern auf direktem Weg vom Büro aufs Weinfest.

Bevor es Wein gab, interviewte mich eine nette Journalisten für die lokale Zeitung, Offenbach Post.

Danach gab es Wein :-). Weißburgunder aus Bingen am Rhein. Lecker.

31.7.2018

Zurück aus Paris, noch etwas gematscht. Deshalb gemütlich mit dem Rad zur Arbeit.

Auf dem Rückweg in Trikot der Deutschlandtour. Schließlich ist nach der Tour vor der Tour :-).

Bei Santini habe ich normalerweise L. Das Trikot hatte ich in XL bestellt, weil L letztens sehr schmal geschnittenen war. Der Schnitt des Deutschlandtourtrikots scheint weiter zu sein. XL ist riesig. Übrigens gibt es bei Santini sogar 3XL, was meine Größe etwas relativiert ;-).

30.7.2018

Die Tour de France ist rum. Was machen wir den Rest des Jahres ;-).

Hätte ich Zeit, würde ich morgen nach Bürstadt fahren, wo John Degenkolb beim Entega-Grand-Prix seinen ersten Auftritt nach dem bravourösen Tour-Final haben wird. Übrigens sollen auch Andrè Greipel, Marcel Sieberg, Nikias Arndt, Rick Zabel und Nils Politt dabei sein.

Ich schaffe ich aber nicht.

Noch immer sitzen Luisa und ich im ICE von Paris nach Frankfurt. Kurz vor eins in der früh (Verspätung!) werden wir zuhause sein. Dann muss ich direkt Jens’ Autobatterie aufladen, die ich am Sonntag vor einer Woche beim Besi-Charity-Event an der Teufel-Rockster-Box hängen hatte. Jens möchte unbedingt Auto fahren. Kann ich verstehen ;-). Sorry Jens. Danach muss ich mein Rad fertig machen, um morgen früh auf die Arbeit zu kommen. Bei dem Wetter ist das Auto nämlich tabu.

Eigentlich müsste das Auto die nächsten Monate ganz stehen lassen. Nach Paris werden mich 76 is 77 kg auf der Wage anlachen; für mich gar nicht zum Lachen. 77 kg ist mein Weinachtsgewicht und wenn es so weiter gehen würde, hätte ich zu Weihnachten wohl 82 kg. Nein, das will ich nicht. Verzicht auf meine Craft-Beer-Leidenschaft aber auch nicht. Zielkonflikt?

Diese Sorte hier habe ich übrigens am Fuße von Sacre Ceur entdeckt :-). Auch wenn es “nur” ein Damenrad ist – lecker schmeckt die Pariserin :-).

Dieses Kunstwerk habe ich heute bei einem Straßenhändler an der Seine zwischen Notre Dame und Louvre entdeckt. Gut, fürs Louvre hat es wohl nicht gelangt – für die CycingClaude-Homebase aber allemal.

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