Dass Zwift der Benchmark für virtuellen Trainingsplattformen ist, muss nicht hervor gehoben werden. Zwift funktioniert in den allermeisten Fällen gut und den Abonnenten gefallen die virtuellen Landschaften, egal ob Wattopia oder London.

Ich fahre ganz gerne auf Zwift, aber man fühlt sich wie in einem Computerspiel, v.a. wenn man bspw. London100 in echt gefahren ist und weiß, wie es in London und am Box Hill wirklich aussieht.

Roadgrandtours (RGT) hat einen etwas anderen Ansatz. Die Programmierer, die über die Welt verteilt sind, feilen an virtuellen Kursen, die der Realität recht nahe kommen.

Bspw. gibt es bei RGT den Stadtkurs “Canary Wharf”, bei dem es virtuell durch das neue Bankenviertel der Metropole London geht.

Letztes Jahr als Beta angekündigt, fuhr ich die Runde und war enttäuscht. Keine wirklichen Details, alle Gebäude weiß …

Jetzt auf der Eurobike sah das ganz, ganz anders aus. Mit knackige scharfer, sehr detailreicher Grafik, habe ich Canary Wharf erleben dürfen – fast so, wie ich früher mit dem Tern Faltrad auf Canary Wharf rum gekurvt bin. Hervorragend!

Bei der ganzen Grafik befürchte ich aber, dass eine ganze Menge Daten hin- und her gesendet werden müssen, wenn man sich zuhause anmeldet. Bandbreite lässt grüßen. Darüber denken die Jungs und Mädels von RGT allerdings nach. In Zukunft soll eine App die Daten vom Smarttrainer an RGT schicken, wo alles verarbeitet wird. Als Rückkanal reicht dann eine Datenverbindung, die wir von Video-Streamingdiensten kennen.

Ob, und wie das jetzt schon funktioniert, werde ich asap für Dich ausprobieren, sobald ich aus Friedrichshafen zurück bin.

Sobald ich meinen Wahoo KICKR CLIMB habe, werde ich auch die CLIMB-Funktion testen, die von RGT unterstützt wird. Mit CLIMB machen Kurse wie der zum Mt. Ventoux, Cap Formentor oder Toskana sicher ne Menge Spaß und sind noch realistischer zu erleben.

Was kostet der Spaß?

Hier wird es interessant. Für Dich und mich kostet es nämlich nichts – rein gar nichts. Das Trainieren auf RGT soll generell kostenlos sein. Einnahmen verspricht sich RGT bspw. von Bannerwerbung. Außerdem kann man auf RGT eigene Rennen veranstalten. Der Radaden um die Ecke, kann bspw. für Sonntag um 10 Uhr zu einer Fahrt auf den Mt. Ventoux einladen – und zahlt dann halt dafür. Das Mitfahren für die Kunden ist kostenlos.

Wer dann Sonntag mit CyclingClaude zum Cap Formentor ballern will … bitte schön … so lange CyclingClaude RGT dafür Kohle rüber schiebt.

Wie viel das die Veranstalter kosten wird, ist noch nicht bekannt.

Da das Modell für den (End-)Nutzer kostenlos ist, wird RGT Zwift einige zahlende Kunden abgreifen … falls die Plattform das hält, was sie verspricht, bzw. was auf der Eurobike 2018 gezeigt wurde.

Noch Fragen?

Das u.a. Video mit Alex von RGT ist auf Englisch, sollte aber viele Fragen beantworten und Dir einen ersten Eindruck verschaffen. Hast Du weitere Fragen, schreib sie einfach unten in die Kommentare und ich kümmere mich um Antworten von RGT.

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