Darf man ein Fahrradschloss mit dem Wort „sicher“ bewerben …

wenn es einfach und schnell mit einer Säge geknackt werden kann?

Und wie war das eigentlich mit dem versprochenen Sägeschutz bei der Kickstarter-Kampagne?

Wo ist die Grenze der werblichen Kommunikation?

Ich muss mich hüten, den Damen und Herren von Tex-Lock etwas vorzuwerfen, was juristisch nicht haltbar ist.

Aber eine Anwaltsmeinung wäre interessant. Vielleicht findet sich ein Leser, der aus rechtlicher Sicht was sagen kann?

Inwieweit greift bspw. das Irreführungsverbot des § 5 UWG als einer zentralen Säule des Wettbewerbsrechts, wenn auf der Verpackung des Schlosses „leicht. schön. sicher.“ steht, das Schloss aber in 32 Sekunden (oder weniger) aufgesägt werden kann?

„Leicht“ ist relativ, „schön“ Geschmackssache … aber „sicher“? Wie relativ ist „sicher“, wenn man annehmen darf, dass Sicherheit beim Kauf eines Fahrradschlosses in der Regel die Haupteigenschaft ist, die nachgefragt wird?

Wo hört der werbliche Sprachgebrauch auf und wo fängt Irreführung an?

Wer ist gegenüber dem Käufer in der Pflicht, der aufgrund der Werbeaussage zum „sicheren“ Schloss gegriffen hat? Der Händler? Der Hersteller? Welche Ansprüche bestehen, wenn überhaupt?

Bist Du Rechtsanwalt und möchtest hier kommentieren?

Ich freue mich drauf!

Nicht gehaltenes Versprechen?

Interessant ist auch folgender Sachverhalt:

Von der tex-lock-Kickstarter-Kampagne war ich deshalb überzeugt, weil das Schloss von der Produktgestaltung gegen viele Aufbruchmethoden gewappnet schien.

Unter anderem wurde auf Kickstarter ein Schnittschutzlayer und ein Sägeschutz gezeigt und versprochen. Was ist gekommen? Eine leichte Metallkette, die kaum als Sägeschutz bezeichnet werden kann. Oder habe ich etwas übersehen? Ob es einen Schnittschutzlayer gibt? Wer weiß?

Wir Kickstarter-Unterstützer haben Geld investiert um genau so ein Schloss zu erhalten. 2.245 Unterstützer haben 279.467 € bezahlt. Wo ist es denn nun?

Als Blogger ärgere ich mich sehr, weil ich in gutem Glauben das Schloss bzw. die Kickstarter-Kampagne bekannt gemacht habe.

Was sagen all die Medien, mit deren Logo bei Kickstarter geworben wurde (wahrscheinlich ohne wirksames Einverständnis zur Logonutzung)?

Ich muss mich jedenfalls bei meinen Lesern entschuldigen, die wegen meiner Blogartikel bei Kickstarter in tex-lock investiert hatten oder später ein Schloss gekauft haben. Sorry Leute!

Was sagt Texlock?

… auf ein offizielles Statement von Texlock warte ich. Vor meinem Test waren wir in Kommunikation. Seither Schweigen im Walde.

 

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