Kampffahrer? Erledigt

Heute war ich für eine kleine Trainingsrunde nach Dieburg gefahren. Auf Einladung des Dienststellenleiters der dortigen Polizei durfte ich nun doch meine Anzeige gegen den Porsche-Kampffahrer machen, der am 21.05.2017 trotz unübersichtlicher Verkehrslage überholte, und mir in gegengesetzte Fahrtrichtung gefährlich nahe gekommen war.

Ob nun „Gefährdung“ mit im Spiel war oder nicht, wird nun die Staatsanwaltschaft entscheiden. Falls nicht, ist es immer noch eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld und einem Pünktchen geahndet wird.

Jedenfalls zeigte mein Artikel und der Tweet Wirkung, sodass die Polizei tätig wurde.

 

Der Dienststellenleiter zeigte im Telefonat am vergangenen Donnerstag durchaus Verständnis dafür, dass ich nur noch mit Kamera Rennrad auf der Straße fahre. Die freundlichen Kommissare, die den Fall heute aufnahmen, äußerten sich ähnlich.

Sicherlich werde ich in Zukunft nicht wegen jedes Kinkerlitzchens, das ich mit der Kamera aufnehme, Anzeige erstatten. Aber bei groben Verfehlungen, und die kommen nicht selten vor, werde ich den zeitlichen Aufwand in Kauf nehmen, auch wenn ich den Beamten Arbeit mache.

Übrigens war es pikant, dass der Beamte, der mich am 21. Mai abgewimmelt hatte, heute wieder Dienst hatte. Er schickte mich ins Wartezimmer, damit sich ein anderes Team mit mir beschäftigt. Auf den Vorfall ging er mit keinem Wort ein.

1 Antwort
  1. Frank J. sagte:

    Bitte berichten, was da rauskommt bei. Ist ja leider oft so, daß die Rennleitung der Meinung ist „ist ja nichts passiert …“. Es entsteht der Eindruck, dass mangels Personal, Erfolg solcher Anzeigen bei Staatsanwaltschaft oder Gericht, … Hier die Mühe gescheut wird eine Anzeige aufzunehmen. Meine letzte Abdrängung und Androhung körperlicher Gewalt u.a. wurde dann seitens der Staatsanwaltschaft mit der Erläuterung „es handele sich um einen privaten Streit …“ eingestellt. Kein öffentliches Interesse …

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