Heute war Bloggerfrühstück auf der #Eurobike und ich saß neben Patrick von Boxbike aus Berlin. Boxbike ist ein geiler Faltradladen, mit einem geilen Faltrad-Blog und ich bin geil auf Falträder. Na das passt ja, dachte ich.

Patrick erzählte von Kwiggle, dem kleinsten Faltrad der Welt und, dass man darauf irgendwie ‘anders’ Fahrrad fahren würde.

Ich wußte sofort, von was Patrick sprach. Am ersten Tag der #EurobikeShow war ich nämlich zufällig am Kwiggle-Messestand vorbei gelaufen, hatte das Kwiggle misstrauisch beäugt, fotografiert und gedanklich auf die To-do-Liste gesetzt. Kwiggle

Heute war ich dann auf dem Außengelände und bin das Kwiggle Probe gefahren. Und ich muss sagen …

leider geil! Sehr, sehr geil, das Kwiggle!

Das Kwiggle fährt auf 12″-Laufrädern, wiegt gerade mal 8,5 kg und hat Handgepäckgröße mit 55x40x25 cm! Angeblich hat es nur 60% vom Faltmaß des etablierten Marktführers (Brompton???).

Der Entwickler hat in seiner Freizeit acht Jahre an dem Gerät gefeilt. Jetzt ist es marktreif und (er-)fahrbar. Momentan noch ohne Schaltung, soll es bald auch Modelle mit zwei und sechs Gängen geben.

Leute von 1,50 bis 1,90 Meter können gut darauf fahren. Nach mir drehte ein Mädchen seine Runden, das sicher nicht älter als zehn und nur knapp 1,50 groß war.

Mein erster Eindruck

Das Kwiggle faltet und entfaltet sich schnell und super-easy. Es ist wirklich leicht und das Pack- bzw. Faltmaß sensationell. Das Rad und seine Komponenten machen einen sehr wertigen und stabilen Eindruck. Wenn das in der Massenproduktion so bleibt, perfekt!

Wie Patrick schon sagte, es fährt sich anders. Das ‘Oberrohr’ bzw. die Stange, auf der der Sattel sitzt, ist schwingend befestigt. Die Stange lässt sich schätzungsweise 45° nach links und rechts bewegen. Beim Fahren pendelt man aber wesentlich weniger, vielleicht 5 bis 10° von einer auf die andere Seite.

Man sitzt aufrecht und hat den schmalen Lenker relativ nah am Körper. Das und die Pendelbewegung sind im ersten Moment gewöhnungsbedürftig. Aber das Kwiggle macht von der ersten Kurbelumdrehung an Laune, sehr viel Laune. Mit jedem Meter wurde ich sicherer. Schade, dass vor den Messehallen so viel Betrieb war. Gerne wäre ich schneller gefahren. 25 km/h, oder mehr, soll aber kein Problem sein.

Auf jeden Fall hat das Wiggle den ‘Haben-will-Effekt’. Ich kann mir gut vorstellen, mit dem Wiggle im Handgepäck auf Dienstreise zu gehen, selbst (oder gerade?) bei den lästigen Tagestrips. V.a. könnte ich damit auf den langen Laufwegen des Frankfurter Flughafens lässig pedalieren bzw. kwiggeln.

Außerdem könnte ich dann auch mal testen, wie weit man auf dem Kwiggle kommt, bevor man schlapp vom der Pendelstange rutscht. 30 km? 50 km? Mehr? Für Ultralangstrecke ist es sicher nichts, aber das erwartet auch keiner.

Kickstarter

Kwiggle plant für Oktober 2016 eine Kickstarter-Initiative für den weltweiten Produkt-Launch.

Der Ladenpreis des Kwiggle soll bei 1.500 EUR liegen, was das geile Teil sicher Wert ist. Ich vermute, man kann sich über Kickstarter den ein oder anderen Preisvorteil verdienen.

Die Website von Kwiggle findest Du übrigens hier.

Youtube

Update nach der Eurobike:

Kwiggle hat jetzt ein tolles Produktvideo online, sicherlich schon zur Vorbereitung der Kickstarter-Kampagne.

Kwiggle mit Klickpedalen und Vollgas geben, das würde ich auch gerne probieren.

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2 Kommentare
  1. Jan sagte:

    Tja, ursprünglicher Zeitpunkt für die Markteinführung um (bisher) ein 3/4 Jahr verfehlt (seit über ein halbes Jahr nur noch ein “in Kürze”), NULL Öffentlichkeitsarbeit seit über einem Jahr … dürfte sich wohl leider erledigt haben.

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