Letztes Jahr war ich hoch ambitioniert auf die 70er Strecke gegangen und in Frankfurt von einem Platten erwischt worden.
Dieses Jahr wollte ich Eschborn-Frankfurt nur als Training für die Vätternrundan nehmen. Vom Team Skoda hatte ich einen Startplatz für die 104er Strecke erhalten.
Bei Göthling und Kaufmann in Hofheim gab es am Vorabend die Startnummernausgabe und leckere Nudelgerichte. Rudi Altig und John Degenkolb waren da und rundeten die schöne Veranstaltung ab.
Mir war aber schon klar, dass ich nicht viel reißen würde, weil ich seit Montag erkältet war. Zwar ging es mir besser als noch am Morgen, aber lange nicht gut.
Dennoch machte ich mich rennfertig und pakte mein Rad in mein privates ‚Skoda-Teamfahrzeug‘ – den Yeti.
Schlafen konnte ich nicht sehr gut und ich war um fünf schon wieder wach. Richtig schlapp fühlte ich mich nicht, auch wenn ich einen etwas dicken Kopf hatte. Mit einer 400er Ibuprophen sollte es aber gehen, dachte ich.
Zunächst einmal besuchte ich den Skodastand zum Frühstück und einen letzten Rad-Check.
Um 8:50 h ging es dann auf die Strecke. In Frankfurt merkte ich aber bereits, dass die Beine leer waren. Zug um Zug wurde ich nach hinten durchgereicht und mein Puls war bei >90%. Mir war klar, dass ich so nicht auf den Feldberg fahren konnte.
Bei der Streckenteilung wollte ich links abfahren, was mir die Streckenposten aber mit dem Hinweis, das die 70er Strecke noch nicht offen sei, verwehren wollten. Nach einiger Diskussion konnte ich dann doch durch.
Da ich der erste auf der Strecke war (die 70er/42er wurden ja 10 Minuten später gestartet), waren einige Polizisten überrascht und feuerten mich als vermeintlich Führenden an. Andere schliefen hingegen noch. Da die Strecke nicht gut ausgeschildert war, musste ich mehrmals nach dem Weg fragen.
Irgendwann traf ich dann auf das Skate-Rennen. Fasziniert von den Skatern fuhr ich weiter und verpasste dabei die Ausfahrt zum Ziel. Somit war ich wieder fast in Frankfurt, wo ich einen weiteren versprengen Fahrer traf, der nach dem Weg fragte. Die Polizei schickte uns dann in irgendeine Richtung, die offensichtlich die falsche war.
Wir fragten einen älteren Herrn, der mit seinem Hund unterwegs war. Er meinte, dass es zu kompliziert zu erklären sei und bot an, sein Auto zu holen und vor uns her zu fahren.
Das Angebot nahmen wir gerne an. So ging es im Windschatten eines roten Passats mit 40 km/h zurück nach Eschborn. Der Herr kannte sich wirklich aus, denn er fuhr über Wirtschaftswege, die man normalerweise mit dem Auto gar nicht befahren kann bzw. darf. Er fuhr uns bis zur Kraftfahrstraße, die am Möbel XXL vorbei geht. So mussten wir nur über die Straße und waren fast da.
Mit 50 km in den Beinen und einem fetten Schnupfen sitze ich jetzt zuhause. Vorher nahm ich mir aber die Zeit, die Atmosphäre in Eschborn zu genießen; teilweise bei Skoda, teilweise bei den Freunden von Rennrad FFM.
Als ich heim kam fand ich in der Küche übrigens eine Karte mit dem Aufdruck ‚Winner of Hearts‘. Sehr lieb :-).

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