Unverhofft

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Gestern Abend gab es unverhofften Familienzuwachs. In der Nacht zuvor hatte ich im Internet gestöbert und fand eine Anzeige für ein 55er Rose Carbon RS 4000 aus 2011. 1300 EUR waren aufgerufen, was bei einem Neupreis von EUR 2849 verlockend klang.
Zunächst legte ich den Gedanken aber ad acta, weil das Rad mit einer Dura-Ace bestückt ist (ich fahre bisher SRAM Force) und eine ‘Heldenkurbel’ mit 53/39 montiert hat. Im Gegensatz zu meiner 50/34-Kompaktkurbel braucht man da schon etwas mehr Power in den Beinen, oder vermeidet Anstiege mit mehr als 10 % Steigung.
Mittags überlegte ich dann aber, dass ich theoretisch die Dura-Ace-Kassette auf meine Fulcrum Racing Zero ziehen könnte, die farblich toll zum schwarz/weißen Rad passen würden. Also machte nur noch die Heldenkurbel Sorge. Da ich aber nicht vorhatte, mein schickes Red Bull Pro-SL 4400 zu verkaufen, wäre dies in Zukunft mein Bergrad, wie ich mir dachte.
Praktisch wäre auch, ein zweites Rad zu haben, um im Winter (und auch im restlichen Jahr, wenn mein Kind bei mir ist) nicht laufend von  Rolle auf Straße und zurück umbauen zu müssen.
Darüber hinaus ist mir mein 53er-Red-Bull-Rahmen eh etwas klein, nachdem ich mich nach zwei Jahren an die Überstreckung gewöhnt habe. Bisher wollte ich aber lediglich einen längeren Vorbau kaufen.
Als ich kurz mit dem Verkäufer telefoniert hatte, setzte ich mich ins Auto und fuhr die Stunde nach Worms, wo der sportliche Leiter eines Kontinental-Teams wohnt, das sich in Auflösung befindet.
Insgesamt waren noch vier Räder da; zwei in 55. Ich fuhr eines Probe. Bis auf den etwas langen Vorbau (100er) passte es gut. Da ich zuhause einen für das Red-Bull zu kurzen 80er habe, passte die 55er Rahmengröße wunderbar. Nach etwas Handeln und der Dreingabe von zwei Carbon-Flaschenhaltern, einem besseren Sattel (den ich nicht brauche) und Keo-Carbon-Pedalen, waren wir uns schnell einig, wobei ich mir das Rad aussuchte, das weniger Gebrauchsspuren an Schaltung und Rahmen aufwies. Neupreis mit den Extras: 3.100 EUR.


So bekam ich das Rad (siehe oben) und so (siehe unten) sah es dann am späten Abend aus. Vorbau, Sattelstütze und Pedale tauschte ich mit dem Red-Bull. Den Sattel tauschte ich gegen meinen Specialized Toupé, wobei der Toupé jetzt wieder auf dem Red-Bull und der Specialized Romin auf dem Rose ist.
Die SRAM-Kassette ließ ich einfach auf dem Fulcrum-Hinterrad – und siehe da – die Dura-Ace ist komplett kompatibel. Ob ich wegen 50 Gramm-Mehrgewicht die Kassette tausche, oder ob ich die Dura-Ace-Kassette auf den DT-Swiss-Rädern lasse, weiß ich noch nicht. Egal, auf 50 Gramm kommt es nicht an. Gewogen habe ich das Rad, so wie es ist, und komme auf 7.035 Gramm. Das ist o.k. und somit ein ganzes Kilogramm leichter als mein Red-Bull.
Heute war ich dann mit dem Rad zum ersten mal auf der Rolle, um Sattel, Sattelstütze und Lenker genau einzustellen. Dabei stellte ich fest, dass die Dura-Ace mit der SRAM-Kassette auf dem Easton-Laufrad genauso zurecht kommt, ohne dass ich nachjustieren muss. Meine SRAM ist da viel sensibler. Die beiden Fulcrum Laufradsätze kann ich tauschen wie ich will. Beide haben 12-26er Kassetten. Die Easton hingegen hat eine 11-26er, was die SRAM-Force nicht ohne Feineinstellung akzeptiert. Die Dura-Ace schaltet die 11-26er Kassette genau so  sauber hoch und runter wie die 12-26er, ohne dass ich etwas nachstellen muss.

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