Training für Schweden

Sonntag war RTF in Karben angesagt. U.a. gab es 156 km, 120 km und 75 km zur Auswahl. Meine Idee war, mit Jörg und Gregor ganz früh zu starten und die beiden Jungs bei einem 25er Schnitt in meinen Windschatten zu hängen, bis sich die 120er von der 156er Strecke trennt. Ich wäre dann alleine die 156 km gefahren und wir hätten uns im Ziel wieder zusammen gefunden. Soweit der Plan.
Leider kam Gregor etwas spät zum Treffpunkt und musste dann in Karben erst einmal in Ruhe einen Kaffee haben. So kamen wir dann erst um 8:17 Uhr aufs Rad. Rennrad FFM war auch am Start. Einige davon wollten auch die 120er Runde machen. Aber wir sind zu dritt schon ein wenig früher gestartet.
Da es bereits ziemlich spät war, fand ich es riskant, die 156er Runde anzugehen, zumindest bei einem 25er Durchschnitt. Wann wäre ich dann ins Ziel gekommen?  Also entschied ich mich bei Gregor und Jörg zu bleiben. Das war aber gar nicht so einfach. An meinem Hinterrad war meist niemand und Gregor musste schon am ersten Berg ziemlich Federn lassen. Das tat mir leid, denn mir war vorher nicht klar, wie hügelig es in der Wetterau ist. Kurz vor der ersten Kontrollstelle kam dann die Rennrad-FFM-Truppe in gutem Tempo an uns vorbei gezogen. Da ich glaubte, die 120 km seien zu schwer für Jörg und Gregor, sagte ich kurz bescheid und fuhr Rennrad FFM hinterher. Total ausgepowert kam ich an der ersten Kontrolle an, hatte aber den Anschluss gefunden. Kurz darauf kamen Gregor und Jörg, denen ich noch einmal sagte, die 75 km seien o.k. und bei den Steigungen eine super Leistung. Dann ging es weiter mit Rennrad FFM. Mein lieber Schwan. Die hatten mal wieder ein ganz schönes Tempo drauf. Zwei aus der Gruppe sind uns sogar weg gefahren. Zu fünft fuhr es sich aber sehr gut, wobei ich ziemlich an meine Grenzen kam, obwohl ich selten vorne im Wind war. Der Heuschnupfen machte mir zu schaffen und die Anstiege waren knackig. Über 1300 hm zeigte der Edge 800 später an. Aber wo es hoch geht, geht es auch wieder runter und so fuhr ich insgesamt einen 29er Schnitt. Rennrad FFM war im Schnitt noch schneller, weil sie ja etwas später gestartet waren.
Im  Ziel trafen wir uns dann mit Gianfranco und anderen von Rennrad FFM, die andere Strecken gefahren waren. Es gab einen Pokal für die viertgrößte Gruppe und alkoholfreies Bier bzw. Radler.
Jörg und Gregor waren aber nicht dabei, sondern irgendwo auf der Strecke. Ich machte mir Sorgen, denn so langsam konnte man auf der 75-km-Strecke gar nicht sein. Nach ewiger Warterei, ohne Bier, weil das alkoholfreie ausverkauft war, sah ich die beiden. Sie waren total abgekämpft – hatten aber die 120 km geschafft. Ihr Schnitt lag bei 22,5 km/h. Eine Bombenleistung, bei diesem Höhenprofil, wenn man bedenkt, dass beide erst seit einigen Monaten Rennrad fahren.
Nun bin ich wegen Schweden weniger besorgt. Wenn sie dort die 300 km mit etwa 1600 hm angehen, kommen sie mit einem 22er Schnitt sicher gut über die Runden.
Jörg und Gregor sollten ein Buch darüber schreiben. ‚Herausforderung Vätternrundan mit vier Monaten Rennradtraining‘.  So etwas verkauft sich bestimmt.

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