Garmin Vívosmart – Praxistest


Garmin Vívosmart Produkttest

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Vor etwa zweieinhalb Jahren bekam ich meinen ersten Fitnesstracker, ein Jawbone Up, den ich hier im Test schon vorgestellt habe.

Nach dem Jawbone Up wechselte ich zu Garmin, weil mir beim Jawbone Up das Display – und damit der Motivations-Trigger gefehlt hat.

IMG_1009.JPGNunmehr trage ich seit etwa acht Wochen den relativ neuen Garmin Vívosmart, der mir als Bundle mit einem Ant+Pulsgurt geliefert wurde.

Ehrlich gesagt bin ich seit dem ersten Tag schwer begeistert und ernte viele interessierte Blicke, sobald auffällt, dass der Vívosmart auch Smartphonefunktionalitäten unterstützt.

Darüber hinaus ist er schlicht und sieht eingermaßen elegant aus. So kann man ihn durchaus auch zum Anzug tragen – was man nicht von jedem Fitness-Armband sagen kann.

Vívosmart als Activity Tracker

Der Vívosmart macht was er soll. Er dokumentiert die Anzahl der Schritte, den Kalorienverbrauch und die zurück gelegte Distanz.

Man kann ein ein Tagesziel definieren oder aber automatisch, auf Basis von Vergangenheitswerten, berechnen lassen. Das Display zeigt das Tagesziel, die bereits geleistete Schrittanzahl und die noch zum Ziel fehlenden Schritte.

IMG_3351Darüber hinaus zeigt das Band grafisch an, wie lange man sich nicht mehr bewegt hat und vibriert motivierend, sobald die Zeitspanne zu lange wird.

Die Vibration schafft es in der Tat, dass ich mich öfter von meinem Schreibtisch weg bewege und sei es nur, um mir übers Treppenhaus laufend, vier Stockwerke weiter unten, einen Kaffee zu holen.

Nach etwa zwei Stockwerken gibt es dann schon die vibrierende Rückmeldung, dass mein Bewegungs-Tamagochi mit mir zufrieden ist.

Die Smartphone-Benachrichtigungen

Richtig cool, und überaus clever, finde ich die Zusammenarbeit mit dem Smartphone, was mit iOS hervorragend funktioniert (ich habe ein iPhone 5S). Mit Android kommuniziert der Vívosmart aber genauso gut.

Per Vibrationsalarm werde ich über SMS, Facebooknachrichten etc. informiert. Alles was mein iPhone mir als Benachrichtigung auf dem Frontscreen zeigt, kann ich auch auf dem Vívosmart abrufen. So kann man schon einmal während eines langweiligen Meetings aufs Display des Vívosmart schauen, ohne dass es gleich auffält.

Sehr nützlich ist auch die Vibrationsfunktion bei eingehenden Telefonaten. Gerade beim Autofahren oder zuhause ist das ideal. Das Telefon liegt auf dem Armaturenbrett (über AUX mit dem Autoradio verbunden) oder eben irgendwo in der Wohnung. Die Vibration am Handgelenk merkt man sofort und das Display des Vívosmart zeigt an, wer gerade anruft.

Seit ich den Vívosmart habe, verpasse ich eigentlich keinen Anruf mehr.

Das Display

Ausgeschaltet ist es unsichtbar – das OLED-Display des Vívosmart. Tippt man auf das Band, schaltet es sich ein und man kann nach links und rechts durch die Anzeigenoptionen ’streichen‘ um bspw. Schrittanzahl, die zurückgelegte Distanz, den Kalorienverbrauch und die Uhrzeit abzulesen.

Lässt man den Finger länger auf dem Band, kommt man in die Menüsteuerung, bspw. um in den Schlafmodus zu schalten.

Geht eine Benachrichtigung ein, schaltet sich das Display, zusammen mit dem Vibrationssignal, automatisch ein; lange genug, um einen Blick darauf werfen zu können.

Der Wecker

IMG_3376Angenehm ist die Weckfunktion, die man für ‚jeden Tag‘, also Montag bis Sonntag, oder die ‚Wochentage‘ (hier ist Montag bis Freitag gemeint) programmieren kann.

Zur Weckzeit vibriert das Band pulsierend, etwa eine Minute lang. Bisher hat es mich immer geweckt.

Nach gefühlt 5 Minuten, dann bin ich meist schon im Bad, vibriert es wieder, falls man beim ersten Wecken die Weckfunktion nicht mit einem ‚Fingertipp‘ deaktiviert hat.

Schlafmonitor

Stellt man vor dem Schlafengehen den Schlafmodus ein, was unbedingt zu empfehlen ist, um nicht bei eingehenden Nachrichten durch die Vibration geweckt zu werden, wird der Schlaf aufgezeichnet. Auf Garmin Connect kann man sich dann seine gesamten Schlafstunden, sowie den Schlafrhythmus anzeigen lassen.

Herzfrequenz und andere Sensoren

Über einen Ant+kompatiblen Herzfrequenzgurt kann man seine Herzfrequenz anzeigen lassen und bspw. Fitnessaktivitäten aufzeichnen.

Statt meinen Garmin Edge mit auf Geschäftsreise zu nehmen, reicht mir der Vívosmart und mein Pulsgurt. Auf dem Fitnessbike im Hotel wird sowieso  nichts anderes benötigt.

Dennoch könnte man den Vívosmart bspw. auch mit einem Ant+Geschwindigkeitssensor koppeln. Aber wer braucht das schon? Dafür hat der ambitionierte Radfahrer sowieso ein eigenes Gerät.

Synchronisation und Konfiguration des Vívosmart

IMG_3377Der Vívosmart synchronisiert seine Daten automatisch mit der Online-Fitness-Community Garmin Connect.

Dazu benötigt man die Garmin Connect App, über die man das Gerät auch konfigurieren kann.

Sonstiges

Der Vívosmart kann sieben Tage, rund um die Uhr, getragen werden, bis er wieder an die (USB-)Steckdose muss. Die Wasserdichtigkeit beträgt 5 ATM (entspricht dem Prüfdruck in 50 m Wassertiefe). Duschen oder Schwimmen ist also kein Problem.

Den Vívosmart gibt es in zwei unterschiedlicher Größen – klein (127 bis 172 mm) und groß (155 bis 221 mm) – sowie in verschiedenen Farben. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Fazit

Der Vívosmart hat meine klare Kaufempfehlung. Er hält mich auf smarte Art in Bewegung und die Smartphone-Integration macht nicht nur Spaß, sondern ist auch noch hilfreich.

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