Garmin Edge 810 vs. 800

imageSeit einigen Wochen nutze ich den Garmin Edge 810 und kann über die ersten Erfahrungen berichten.
2011 wechselte ich vom Garmin Edge 500 auf den 800, weil ich die Kartennavigation nutzen wollte.

Mit dem 800er war ich zufrieden. Die etwas unzureichende Akkuleistung (ca. 12 bis 14 Stunden) konnte ich bei bei der Vätternrundan immer mit dem original Garmin Zusatzakku ‚absichern‘, auch wenn der eingebaute Akku gerade so gereicht hätte.
Aber man will beim Saisonhöhepunkt eben auf Nummer sicher gehen und die GPS-Daten nicht aufs Spiel setzen, nur weill vielleicht auf den letzen 10 km der Akku zuneige geht.

Als der Edge  810 in 2013 auf den Markt kam, verglich ich die ‚Features‘ mit denen des 800. Ich stellte fest, dass der 810er im Vergleich nicht viel mehr zu bieten hat . Da selbst das Aussehen so gut wie identisch ist,  kam ich zu dem Schluss, nicht aufzurüsten.

Mit Kauf des Garmin Vector habe ich es dann doch getan und einen Edge 810 geordert.
Hauptgrund war die bessere Nutzerführung/Usability der Software.

Auch beim Edge 800 kann man mehrere Fahrradprofile anlegen, sodass die Sensoren pro Fahrrad automatisch erkannt und die Kilometerleistungen den entsprechenden Rädern zugeordnet werden.

Allerdings muss man dafür vor jeder Fahrt zunächst den Anschaltknopf auf der linken Geräteseite drücken und darüber das entsprechende Fahrradprofil wählen.

Oft dachte ich nicht daran und musste während der Fahrt umschalten.

Beim 810 hat man die Fahrradauswahl sofort auf dem Homescreen im Zugriff und kann praktisch nicht vergessen, das richtige Rad auszuwählen.

Zusätzlich kann man beim Edge 810 Aktivitätsprofile erstellen, was ich mittlerweile als echten Vorteil im Vergleich zum 800er sehe.

Den Aktivitätsprofilen, bspw. ‚Rennen‘, ‚Training‘ oder ‚Rolle‘,  kann man unterschiedliche Trainingsseiten zuordnen, je nachdem was für die entsprechende Situation Sinn macht.

Bspw. habe ich beim Profil ‚Training‘ die Kartenansicht als Trainingsseite aktiviert. Auf der Rolle bzw. beim Rennen brauche ich die aber nicht.
Dafür habe ich fürs Rennen Trainingsseiten definiert, die nur wenige Infofelder pro Seite anzeigen, damit die Zahlen möglischst groß, und damit gut ablesbar, dargestellt werden.
Auf der Rolle hingegen arbeite ich gerne mit einer Trainingsseite, die acht Datenfelder gleichzeitig darstellt, u.a. die Rechts-Links-Balance, Watt pro 3s, HF in bpm und als Prozentsatz vom Maximum etc.

Gerade diese kleinen, softwarebedingten Vorteile, machen den Edge 810 sehr angenehm.

Die anderen neuen Funktionen, wie bspw. das Live-Tracking nutze ich praktisch nicht. Die Wetteranzeige ist eigentlich sinnlos, wenn man auf dem Rad sitzt. Das Wetter sieht man dann sowieso.

Fazit:
Ambitionierte Fahrer, die mehrere Räder einsetzen, sollten heute zum  810er greifen, auch wenn der 800er zu einem günstigen Preis immer noch verkauft wird.

Auch derzeitige 800er Nutzer können sich den Umstieg überlegen, wenn sie von der besseren Nutzerführung profitieren wollen. Derzeit kann man für den Edge 800 noch gutes Geld bei Ebay erzielen, sodass der Umstieg finanziell nicht zu sehr schmerzen dürfte.

 

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