Fly6 – die Sicherheitskamera fürs Rad – eine richtig gute Idee

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fly6.com

UPDATE April 205: Fly6 jetzt endlich in Deutschland verfügbar

Fly6 mit kostenlosem Versand nach Deutschland

Die Fly6 ist ein Rücklicht mit eingebauter Kamera. Sie ist (Stand April 2014) noch nicht auf dem Markt, soll aber im Laufe des Sommers verfügbar sein.Die Fly6 ist ein Rücklicht mit eingebauter Kamera. Sie ist (Stand April 2014) noch nicht auf dem Markt, soll aber im Laufe des Sommers verfügbar sein.

Sie ist eigentlich keine ‚Action-Kamera‘, sondern als ‚Sicherheits-Kamera‘ konzipiert. Die These ist, dass Autofahrer, die wissen das sie gefilmt werden, respektvoller mit Radfahrern umgehen. Schließlich wird auf Straßen mit fest installierten Radarfallen auch viel weniger gerast.

Die Entwickler kommen aus Australien und haben im Winter über Kickstarter das notwendige Kapital eingesammelt, um die Kamera serienreif zu machen und zu vermarkten.

Da ich für meinen 2014er Vätternrundanfilm die Fly6 einsetzen wollte, kontaktierte ich Fly6 über deren Homepage und fragte, ob es möglich sei, die Kamera vorab schon kaufen zu können. Andrew, einer der Gründer, schickte mir darauf hin ein Vorserienmodell zu, das ich nun seit wenigen Tagen einsetzen kann.

Schon jetzt kann ich sagen, dass ich die Fly6 nicht mehr missen möchte. Nach hinten wird nun alles dokumentiert: Zu enges Überholen, Schneiden, Anhupen … alles wird von der Kamera mit 720p und Ton aufgezeichnet. Im Falle eines Falles kann das sicher nützlich sein.

Wichtig ist auch, dass die Kamera eine ‚Incident-Funktion‘ hat. Kippt die Kamera zur Seite, wird die laufende Aufnahme sofort gespeichert und kann nicht mehr verloren gehen.

20140406-074154.jpgDie Fly6 wird in einer ansprechenden Box geliefert. Neben einer Schnellstartanleitung (die vollständige Anleitung gibt es online als Download) wird folgendes geliefert:

  • Fly6-Kamera mit fest verbautem Lithium-Ionen-Akku
  • 8 GB Micro-SD-Karte
  • SD-Karten-Adapter
  • USB/Micro-USB-Kabel
  • 2 Halter für die Montage an der Sattelstütze (also für 2 Räder) incl. der notwendigen 4 elastischen Fixierbänder
  • verschiedene Adapter, um den Kamerawinkel anzupassen
  • 1 Adapter für eine Aero-Sattelstütze und 2 längere Fixierbänder

Bei vollem Akku soll die Kamera bis zu fünf Stunden laufen. So lange habe ich sie bisher noch nicht benutzt, aber nach 3 Stunden zeigt sie per Piepton immer noch 50% Ladezustand an. Die 5 Stunden scheinen also zu stimmen.
Übrigens läuft lt. Hersteller das Rücklicht noch, auch wenn der Akku für die Videoaufnahmen nicht mehr verfügbar ist.

Die 8 GB Micro-SD-Karte erlaubt eine Aufnahmedauer von etwas mehr als 2 Stunden, wobei die Aufnahmen in mehreren Dateien geschrieben werden. Wenn die Karte voll ist, wird immer die älteste Datei überschrieben.

Derzeit nutzte ich eine 32 GB-Karte, sodass ich 8 Stunden aufzeichnen kann – vorausgesetzt, die Kamera wird durch einen externen Akku gespeist. Für die Vätternrundan ist das ein Muss und wird vorher von mir getestet werden.

20140406-074217.jpgMicro-USB und Micro-SD-Karten-Slot sind von unten zugänglich und werden von einem Gummideckel verschlossen, ähnlich wie bei den Garmin-Edge-Geräten.

Die Kamera ist mit ‚Nano-Technologie‘ ausgestattet, sodass eventuell eindringende Nässe nichts beschädigen kann.

Die Fly6 hat links und rechts jeweils einen Knopf, was die Bedienung simpel macht. Die Kamera ist im oberen Teil des Rücklichts untergebracht und die drei LEDs des Rücklichts direkt darunter.

Um die Kamera sind LEDs kreisförmig angebracht. Sie zeigen an, ob die Kamera lädt, aufnimmt oder ob eine Fehlfunktion vorliegt:

  • Die LED über der Kamera leuchtet: die Kamera lädt.
    Das ist der Fall, wenn die Kamera über das USB-Kabel mit Strom versorgt wird, bspw. am Laptop oder einem USB-Ladegerät (nicht mitgeliefert).
  • Die LED über der Kamera sowie die mittlere LED des Rücklichts leuchten: die Kamera ist als Festplatte vom PC/Laptop erkannt. Man kann auf das Dateisystem der SD-Karte zugreifen. Gleichzeitig lädt die Fly6.
    Um dies zu erreichen muss zunächst die Kamera mittels USB-Kabel an den Rechner angeschlossen und dann der Einschaltknopf (linke Seite der Kamera) für 2 Sekunden gedrückt werden.
  • Die um die Kamera angebrachten LEDs leuchten nacheinander, d.h. der Lichtpunkt läuft kreisförmig um die Kameralinse: Die Kamera zeichnet auf.
    Dies geschieht, wenn man den Einschaltknopf auf der linken Seite für 2 Sekunden drückt, die Kamera aber nicht an einen PC angeschlossen ist.
    Dieses kreisende Licht kann man nicht ausschalten. Sollte sich die Kamera im Markt durchsetzen und bekannt werden, sind Autofahrer damit automatisch gewarnt – und verhalten sich gegebenenfalls vorsichtiger.
  • Die kreisförmig angebrachten LEDs leuchten gleichzeitig und konstant: Fehlfunktion.
    Bei mir war einmal die SD-Karte nicht richtig eingeschoben und wurde damit angezeigt.
  • Die drei LEDs des Rücklichts werden automatisch aktiviert, wenn die Kamera eingeschaltet wird. Mit dem rechten Knopf kann man die Helligkeit und regulieren bzw. die Rücklicht-LEDs ausschalten.

Der Zeitstempel, der automatisch mit aufgenommen wird, ist in einer Text-Datei auf der SD-Karte hinterlegt. Um Datum und Zeit einzustellen, muss man die Datei einmal aufrufen, Datum und Zeit korrigieren und die Datei im Root-Verzeichnis der SD-Karte ablegen. Sobald man die Fly6 vom PC trennt und einschaltet, wird die neue Einstellung übernommen.

Die Fly6 zeichnet HD mit 720p im AVI-Format auf. In den Originaldateien sind Nummernschilder der Autos in der Regel sehr gut zu erkennen.
Youtube komprimiert aber so stark, dass dies bei Youtube-Videos nicht immer der Fall ist.

AVI ist ein Standardformat, was von vielen Playern auf PC und Mac abgespielt wird. Meine Herausforderung ist aber, dass ich Videobearbeitung mit iMovie auf dem Mac mache. iMovie kann leider keine AVI-Dateien direkt importieren, sodass ich den Umweg über einen Konverter gehen muss.

Hierzu nutzte ich zur Zeit ‚WonTube Free‘. Subjektiv verschlechtert der Konverter die Qualität der Aufnahme ein wenig.
Die Fly6-Homepage empfiehlt den ‚SmartConverter‘, den ich mir geladen, aber noch nicht probiert habe.

Hier zwei Testvideos:


Bitte stellt HD/720p für die beste Qualität ein.


Dieses Video hat eine etwas schlechtere Qualität, weil ich bei der Umwandlung von AVI in MOV nicht auf die 720p geachtet habe. Akzeptabel ist es aber allemal.

 

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