Der beste Tag meines Mallorca-Radurlaubs 2018

Das Beste kommt (fast) zum Schluss!

Heute war ein Highlight-Tag, aus mehreren Gründen.

Das Wichtigste zu Beginn: Gesundheit!

Ich sitze gerade, wie fast an jedem Abend, in der Bar des THB María Isabel, wo heute ziemlich was los war, und schreibe meinen Beitrag.

Als ich gerade dabei war, meine Fotos auf das MacBook zu übertragen, sprach mich ein Hotelgast an, der im Moment noch mit seinen Radfreunden an der Bar steht.

Er stellte sich als Neurologe vor und erzählte, dass einer seiner Freunde meinen Blog liest und ihm von meiner Fußheberparese/Fußheberschwäche erzählt hat.

So wie er mich da sitzen sah, mit übereinander geschlagenen Beinen – das rechte über das linke Bein – vermutet er das so genannte „Cross-Leg-Syndrom“, das Auftritt, wenn man zu oft die Beine kreuzt und das Knie des einen Beines auf den Nerv drückt, oberhalb der Wade. Auf Dauer kann das irreversibel werden, meinte er.

Eine logische Erklärung, für die ich sehr dankbar bin. Also werde ich ab jetzt penibel darauf achten, meine Beine nicht zu kreuzen.

Vielen Dank, unbekannter Weise, an meinen Leser und seinen Freund, den netten und kompetenten Neurologen!

Auf ein paar Bierchen zu Marcel Wüst

Niels, den ich mit Frau Ilona letzte Woche im THB María Isabel persönlich kennen lernen durfte, nachdem wir uns schon über den Blog kannten, besorgte mir die Telefonnummer von Marcel Wüst, unserem ehemaligen Top-Sprinter und heutigen BDR-Vizepräsidenten.

Marcel betreibt seit Jahren hier auf Mallorca, an der Ostküste, das Casa Ciclista.

Samstag hatten wir telefoniert und heute war ich da.

Ich erlebte einen entspannten, geerdeten und äußerst sympathischen Marcel Wüst, der locker über sich und sein Casa plauderte. Ich durfte derweil das iPhone mitlaufen lassen und kann Dir bald zeigen, wie cool, locker und einzigartig das Casa Ciclista ist. Artikel mit Video folgt!

Für Marcel ist mit der Casa ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen und er lebt seinen Traum mit ganzem Herzen.

Was für ein toller Typ! Irgendwann werde ich bestimmt auch mal eine Woche bei und mit Marcel verbringen. Kölsche Lieder kann ich viele, Bier und Wein sind mir nicht fremd, Kochen und Essen – für mich ein Genuss. Ach ja, da war ja noch was anderes: Fahrradfahren :-).

Petra

Bis zu Marcel waren es 96 km, mit einem Abstecher in Petra, wo ich gerade gestern erst war.

Heute musste ich aus zweierlei Gründen wieder hin.

Erstens, ein Leser behauptete, dass es in dem Café mit der grünen Markise wesentlich besseren Mandelkuchen gäbe und zweitens wollten zwei Damen pinkfarbene Socken von Heiko Wild/Monaco Cycling.

Für die zwei Leserinnen und Luisa habe ich nun die Socken im Gepäck, die Marcel übrigens zu bunt (egal, welche Farbe) und zu lang sind.

Der Mandelkuchen im „grünen Café“ war gut, aber sicher nicht so gut wie der vom Ca na bel. Fluffig ja, aber nicht nach Originalrezept. Sie verbacken irgendwelche Gewürze, sodass er eine „Gewürzkuchennote“ hat. Das ist nicht schlecht, keinesfalls, aber eben nicht „original“, so wie ich den Gato di Almendra liebe.

Nach dem Kuchen im grünen Café, habe ich die Probe im roten Café gemacht.

Einzigartig, Leute. Fluffig, Originalrezept, super frisch, süß … was will man mehr.

Das Café heißt Ca na bel und rechts neben der Tür, am Fensterladen klebt ein CyclingClaude-Aufkleber, damit es niemand mehr verfehlen kann.

Auf dem Weg nach Petra war ich über die Endura Aero Challenge gestolpert. Als ich das Schild sah, war es zu spät. Falscher Gang, nicht genügend Schwung, schlechte Beine …

Nach den zwei Stücken Mandelkuchen ging es dann besser. Obwohl ich normalerweise von Strava-Schwanzmessübungen wenig halte, musste ich mich versuchen. Platz sieben bisher. Aber die Challenge geht noch bis Ende April. Ich werde schnell nach hinten durchgereicht werden. Sicher!

Übrigens habe ich vor dem zweiten Versuch nicht nur meinen Körper mit Mandelkuchen optimiert, sondern vorne, so wie Swiss Side es empfiehlt, den Continental Grand Prix 4000sII aufziehen lassen. Schließlich ist das der, im Windkanal getestet, aerodynamischste Reifen, den man gerade kaufen kann.

Aufgezogen wurde der Reifen von Maik, dem Gründer von Pasculli, der samt seiner Pasculli-Testflotte in Petra Station macht.

Vielen Dank an Maik und an die Damen und Herren aus Korbach, a) für die schnelle Hilfe und b) für das Material.

Allerdings war die Endura-Challenge nicht der eigentliche Grund für die neue Bereifung des Vorderrads.

Ich hatte mir einen fetten und tiefen Schnitt in die Lauffläche des werksseitig gelieferten Mavic-Reifens gefahren.

Morgen, am Regen-bedingten Ruhetag, werde ich als alter Conti-Pilot auch hinten wieder einen 4000sII aufziehen.

Zu guter Letzt

Die Autofahrer auf Mallorca verhalten sich in der Regel gut gegenüber uns Rennradfahrern und Rennradgruppen. Mit wenigen Ausnahmen sind sie geduldig, lassen Fahrradfahrer vor und halten ausreichend Abstand.

Warum? Die nette Taxifahrerin, die Marcel mir besorgte, um von der Casa zum THB María Isabel zu kommen, erzählte, dass die mallorquinischen Radiostationen stündlich zur Rücksichtnahme gegenüber Radfahrern aufrufen. Offenbar hilft das. Warum gibt es solche Aufrufe nicht ab und an mal im deutschen Radio? Schaden würde es nicht!

Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

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