Einfach ist besser als keinfach!

Einfach am Rennrad …

darüber hatte ich mich ja schon ausgelassen und für „fahrbar“ befunden, obwohl ich 1fach nur vom Gravel-Bike kenne.

Einfach mehr Spaß auf der Straße?

Heute war es dann bei mir soweit. CyclingClaude fährt mit 1fach-SRAM-eTap … ungewollt!

Kette will nicht, wie ich will

Zunächst sprang mir heute beim Schalten vom kleinen aufs große Kettenblatt mehrfach – aber nicht immer – die Kette vom Blatt.

Das ging mir ziemlich auf den Zeiger. Offenbar war mein vorderer Umwerfer nach dem Kurbelumbau noch nicht optimal eingestellt. Eigentlich wäre das Justieren nur eine Sache von Sekunden gewesen, hätte mein Lezyne-Minitool die richtige Inbus-Größe an Bord gehabt. Genau der Inbus für den Red / eTap-Umwerfer fehlt. Das ist schwach, Lezyne, und ein Grund, mir das geile Minitool von crankbrothers zu holen, das ich auf der Eurobike gesehen hatte. Schließlich kann man damit auch ein Bier öffnen.

Akku will nicht, wie ich will

Kurz darauf donnerte ich über einen breiten Bahnübergang mit und konnte danach hinten nicht mehr schalten.



Angehalten und nachgeschaut wollte ich meinen Augen nicht trauen. Die Nase des hinteren Akku war abgebrochen, weshalb der Akku keinen Kontakt mehr hatte. Schalten hinten unmöglich!

Hm. Jetzt weiß ich, wofür die roten Akku-Cover gut sind, wenn man die Akkus so transportiert. Wahrscheinlich ist mir der Akku irgendwann mal aus der Hand gefallen. Nun denn.

Der Riesenvorteil der SRAM eTap ist, dass Umwerfer und Schaltwerk denselben Akkutyp haben.

So konnte ich den Akku des Umwerfers für das Schaltwerk verwenden und weiter trainieren.



50 km war ich danach mit meiner elektronischen Einfach-Schaltung unterwegs. Mit 36 x 11-28 konnte ich nicht meckern und mit hoher Trittfrequenz sogar 46 km/h in der Ebene fahren. Was will man eigentlich mehr?

Litespeed Cherohala mit eTap 1fach?

Nun überlege ich, ob mein Litespeed Cherohala Testrad, das hoffentlich Ende der kommenden Woche bekommen werde, auf SRAM eTap 1fach umrüste. Die eTap-Bremsschaltgriffe für Scheibenbremsen liegen zuhause. Ich benötige lediglich Adapter für Direct- auf Flat-Mount, eine 1fach-Kurbel mit 38er Blatt, ein eTap-Wifli-Schaltwerk und eine 11-28er Kassette. Soll ich?

Oben bei 90 rpm, unten bei 110 rpm.




Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

7 Antworten

  1. Claude sagt:

    Na ja, dann ist Dein Lausitzer Gebirge nicht die Regel, sondern ein Sonderfall was das Mittelgebirge betrifft. Man kann sich sein eigenes Revier halt nicht aussuchen ;-).
    Tortzdem kann ich Deiner Argumentation nicht folgen. Die 11-32er Kassette hat im unteren Bereich eine feine Abstufung: 11, 12, 13, 14, 15, dann zwei zweier Sprünge, 17, 19 und danach kommen vier weitere Gänge mit etwas größeren Sprüngen. Die fahre ich aber in der Regel nicht in der Ebene, sondern an entsprechenden Steigungen. Da machen die größeren Sprünge in der Regel weniger aus.

    Ich werde es jedenfalls probieren, auch wenn ich nur eine 17er-Rampe habe.

    • Jan sagt:

      »Sonderfall was das Mittelgebirge betrifft«
      Hmm, nee, eher Standard, Mittelgebirge ist eher gekennzeichnet durch kurze aber knackige Anstiege. Ausprobieren würde ich das 1-fach sicher auch gerne mal.

  2. Blechroller sagt:

    Planst du mit dem 1-fach-Bock Rennen zu fahren oder (sehr) schnelle Gruppenausfahrten? Wenn ja, lies nicht weiter 😉
    Wenn nein: Überleg mal in Richtung 46er oder 48er großes Blatt und dann -je nach Einsatz und Power- ein 33 bis 36er kleines Blatt. Ist zwar immer noch 2-fach, aber mit einer 11/12-25er Kasette kannst du mit feinster feiner Abstufung 95% auf dem großen Blatt rumdübeln, brichst dir aber am Berg nicht die Oberschenkel. ich finde das eine gute Kombination ohne grobe Gangsprünge, dauerndem Wechsel am Umwerfer. Passt halt ohne Nähmaschine nur so bis was über 55km/h und ist eher nix fürs Drücken leicht bergab bei Rennen.
    Ist aber nix für vors Kaffeehaus; das 46/48er große Blatt wird erkannt 😉

    • Claude sagt:

      Ich würde wohl mit dem Set-up die mittlere Paris-Roubaix-Runde und ggf. auch die 300 km Vätternrundan fahren. Ich bin kein Bergfahrer, habe Höhenschwindel, und auch in meinem Hausrevier ist es eher flach. Deshalb glaube ich, mit einem 38er hin zu kommen. Vor dem Kaffeehaus habe ich keine Hemmungen mit so einem kleinen Blatt anzukommen und beim RTF fallen den Mitfahrern die Augen raus. Das kenne ich schon vom Gravel-1fach-Bike.

      • Jan sagt:

        »Ich bin kein Bergfahrer, […] in meinem Hausrevier ist es eher flach.«
        Das erklärt einiges, spätestens an der dritten 17%-plus-x-Rampe im Mittelgebirge hätte ich keine Lust mehr auf das 1-fach-System.

        • Claude sagt:

          Also das musst Du mir jetzt mal erklären. Auch wenn ich kein Bergfahrer bin, fahre ich auch im Mittelgebirge. Davon abgesehen, dass es im Mittelgebirge kaum 17%-Rampen gibt, fahre ich eine 17%-Rampe recht häufig, auf dem direkten Weg zum Otzberg. Diese Rampe schaffe ich mit 36-28 super locker. Selbst mit 36-25 komme ich rauf. Nun ist es bei Rampen oder Anstiegen total egal, ob man 1 oder 2fach hat. Einfach mit 38 vorne und 32 hinten hat weniger Entfaltung als meine Kombi 36-28 am 2fach-Rad. Warum sollte ich dann bei 38-32 mehr kotzen? Das Gegenteil ist doch der Fall.

          • Jan sagt:

            »im Mittelgebirge kaum 17%-Rampen«
            Oh doch, in meinem Revier Erzgebirge – Lausitzer Gebirge – Riesengebirge gibt es genug davon.

            »Warum sollte ich dann bei 38-32 mehr kotzen?«
            Ja, das Spektrum ist schon ziemlich okay – das Problem wird auf längeren Touren die grobe Abstufung. Es fetzt nicht, wenn du den einen Gang nicht mehr fahren kannst und der nächst leichtere »eigentlich« zu lasch ist.

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