tex-lock ausgepackt – mit Wow-Effekt!

Wichtiges Update:

Achtung: Die Freude am tex-lock bzw. der Wow-Effekt hielt nicht lange an.  Ich konnte das Schloss in 32 Sekunden mit einer billigen Säge knacken. Das entspricht nicht meinen Anforderungen an Sicherheit. Das solltest Du wissen, bevor Du hier weiter liest!

Tex-lock? Wenigstens die Ösen sind sicher! Aber …

 

tex-lock von Texlock!

Vor fast genau einem Jahr, am 13. Januar 2017 schrieb ich zum ersten Mal über tex-lock, das Textilschloss des Leipziger Start-up Texlock GmbH.

Tex-Lock – eine intelligente Seilschaft

Am 2. Februar 2017 ging das Start-up zum Geld einsammeln auf Kickstarter steil.

tex-lock jetzt auf Kickstarter

Ich investierte sofort und mit mir sicher auch einige Leser von CyclingClaude. Du vielleicht auch?

Fast ein Jahr, mit vielen Verzögerungen und einem am Endkundentag der Eurobike 2018 viel zu früh verwaisten Messestands (fand ich persönlich nicht schön!), war es gestern endlich so weit: Mein tex-lock wurde durch DHL beim „Wunschnachbarn“ hinterlegt.

Auspacken mit Wow-Effekt

Heute, nach dem Mittagessen, öffnete ich die mit Liebe gestaltete Verpackung.

Das dicke Stoffseil in der Hand, das ich mir vom Durchmesser nicht so dick vorgestellt hatte, war erstaunlich leicht. Wow! Das hätte ich nicht gedacht.




Schnell gewogen, so wie man das von mir kennt, brachte das 80er Seil mit Ösen 645 Gramm auf die Waage. Das stabil anmutende Zahlenschloss, das ich mir im Rahmen der Kickstarter-Kampagne dazu ausgesucht hatte, addiert 241 Gramm dazu: Gesamtgewicht 886 Gramm. Gegenüber eines guten U- oder Faltschlosses spart man also locker 700 bis 800 Gramm. Sehr schön.

Transport

Jetzt wo ich dünn bin, passt das 80er Seil mit dem Schloss um meine Hüfte. Street-Style!

Mit einem Magneten kann man das tex-lock allerdings intelligent am Sattel anbringen.

Für mich ist das o.k., weil ich in der Regel Ersatzschlauch und Werkzeug in einer Dose im Flaschenhalter transportiere. Sollte ich mal mit zwei Flaschen fahren, also im Training oder Wettkampf, nehme ich kein Schloß mit und so bleibt Platz für die Satteltasche.

Und nun eine Idee für Texlock:

  1. Der Halter sollte einzeln zu kaufen sein, damit man ein Schloss mit mehreren Rädern nutzen kann.
  2. Entwickelt eine Satteltasche, vielleicht sogar in mehreren Größen, die mit demselben Magnetverschluss an den Halter angebracht werden kann. Ich wäre der erste Kunde!

Taugt tex-lock was?

Vermutlich ja. Was man bei Galileo sieht, überzeugt eigentlich. Allerdings hat der Kollege, der sich im Galileo-Video erfolglos am Seil abmüht, dasselbe T-Shirt an, wie im unteren Video, wo es um die Ösen geht. Das hätte man wechseln können. Oder hat er nur eins?



Wo gibt es das Ding und was kostet es?

Ab März kannst Du es bei Texlock online bestellen, oder im Fachhandel kaufen.

Übrigens gibt es dann auch verschieden große Ösen. Ich hätte meins auch mit einer großen Öse zum Durchziehen der kleinen Öse bestellen sollen. Das ist intelligenter.

Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

5 Antworten

  1. Christian sagt:

    Ich denke hier hat die Fahrradgemeinde zu viel reininterpretiert.
    Ein Schloss aus Stoff ist doch eine coole Sache. Es liegt richtig gut in der Hand und macht sich auch gut zum anschließen um enge Kurven.

    Das es wunder wie sicher ist, haben sich viele ausgemalt. Natürlich untermauert von den Videos. Wobei die zeigen ja auch nichts falsches.

    Wenn man es mal runter bricht wurde gezeigt was das Seil mitmacht und nicht welche Schwächen es hat. Ist nicht ganz eindeutig, aber auch keine Schande. Welche Firma macht schon ein video, wie ihr Produkt kaputt geht?

  2. Anonymous sagt:

    Schloss wird aktuell in knapp 8 Sekunden mit nur einer Handsäge durchtrennt

    • Claude sagt:

      Danke. Das habe ich gesehen und finde es erschreckend. Gerne möchte ich das selbst ausprobieren, sobald ich die Zeit habe, auch wenn es mich leider das Schloss kostet, das ich über Kickstarter erworben habe.

  3. torstenfrank sagt:

    Als ich davon letztes Jahr hörte, dachte ich erst: „Oh cool – textil, high tech Fasern. Endlich was Leichtes und Transportables was die Brücke schlägt zwischen auch am Rennrad mitnehmbar und doch sicherer als die üblichen dünnen Wegnehm-Hinderer bzw. Drähtchen“. Als ich die dann auf der Cyclingworld sah, war mein Interesse aber auch schon wieder weg. Für mich viel zu riesig und auch schwer. Sprich – wo ist die Lücke, die dieses Schloss füllen möchte? Etwas höhere Bolzenschneider-Resilienz als Metall? Dann wird halt am konventionellen (und ebenfalls schweren) Bügelschloss angesetzt…

  4. BikeBlogger sagt:

    Ja, möglicherweise ist das Schloss sicher. Soll heißen, es kann möglicherweise nicht innerhalb von 3 Minuten von Nicht-Profis überwunden werden. Aber um daran zu glauben, fehlen mir noch unabhängige Tests. Bis dahin ist Tex Lock für mich nicht mehr und nicht weniger als ein sympathischer Start-Up mit einer netten Idee. Für Vorschuss-Vertrauen sind mir meine Räder zu wichtig bzw. zu wertvoll.

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