Live is Life – Claude quatscht

Livecast auf Facebook

Dass CyclingClaude sich manchmal live auf Facebook meldet, ist nicht neu. 2017 gab es bereits „Facebook Live“ von Mallorca, der Tour de France, von der Eurobike, oder einfach live vom Wahoo KICKR, wenn es was zu gewinnen gab.

Spontan, ohne Vorankündigung, waren live nur wenige Zuschauer da. Trotzdem machte es Spaß zu interagieren. Dass die aufgezeichneten Streams hinterher teilweise tausendmal abgerufen wurden, brachte mich auf die Idee regelmäßig(er) live zu gehen.

Deshalb hatte ich mir im November vorgenommen 2018 unter dem Motto „Live is Life“ mit meinen Lesern zu quatschen und – zumindest was die Live-Sendung betrifft – mit ihnen über die Kommentarfunktion zu interagieren.

Die Premiere von „Live is life – Claude quatscht“

Zunächst musste ich mir dafür passende Software besorgen, die mehr kann als das was Facebook anbietet. Dann galt es, die Software zu testen und ein wenig damit zu spielen.

In meinem bisherigen Leben hätte ich die erste Sendung akribisch vorbereitet und alles 100% bedacht. Da ich mich beruflich aber gerade mit agilem Projektmanagement beschäftige, war ich ermutigt, Silvester mit einem ersten „Produkt-Inkrement“ bzw. einem „MVP“ (minimum viable product) in den Ring zu steigen.

Gesagt getan. Am Abend vorher mit der Software die Sendung für 17 Uhr angekündigt, schnell ein paar Text-Overlays für die Einblendung vorbereitet, einige Fotos von der Vätternrundan raus gesucht, Kwaremont Bier kalt gestellt …

Was sollte noch schief gehen?

O.k. statt wie bei den Tests auf das eingebaute Mikrofon des MacBook Air zu setzen, verband ich die Bose Quiet Comfort Kopfhörer (mit Mikrofon) über Bluetooth mit dem MacBook.

Pünktlich um 17 Uhr legte ich los und quatschte etwa zehn Minuten lang. Totenstille, kein Kommentar, kein Like, nichts. Unsicher wurde ich. Wollte mich niemand sehen? Oder war ich gar nicht live? Den „Live-Button“ der Software hatte ich nicht gedrückt. Schließlich war die Sendung über die Software geplant und es wurde sogar ein Countdown angezeigt.

Nachdem ich dann manuell mit der Maus auf „Live“ geklickt hatte, war ich endlich live. Man(n) lernt nie aus!

Zum Glück waren sofort Zuschauer da.

Der Lag

Ich erklärte zunächst das Problem mit dem „Lag“, also dem Zeitversatz. Das, was ich live spreche, sucht sich seinen Weg durchs Internet und kommt bei den Zuschauern zeitversetzt an. Man kann sich das vorstellen, wie beim Fußballendspiel, wo der Nachbar schon „Tor“ jubelt und man selbst das Tor erst einige Sekunden später sieht.

In meinen Tests war das Signal bspw. früher in Ecuador als in Österreich – und am zweiten MacBook, das vor meiner Nase stand, kam es noch später an. 20 bis 60 Sekunden „Lag“ ist normal.

Beim Livecast ist die Gegenwart des Senders die Zukunft des Empfängers bzw. die Gegenwart des Empfängers die Vergangenheit des Senders.

Entsprechend blöd ist das für beide Seiten. Schreibt der Zuschauer einen Kommentar zu etwas, was er gerade gehört hat, ist der Sender schon 30, 40, 50 … Sekunden weiter. Ein aufmerksamer Sender sieht dann zwar den Kommentar und kann ihn aufnehmen, falls er inhaltlich noch passt. Ist er aber schon bei einem anderen Thema, ignoriert er ihn.

In beiden Fällen glaubt der Zuschauer, dass der Sender unaufmerksam ist und nicht, oder zu spät auf ihn eingeht.

Reingefallen

Egal, ich war gerade dabei, den Lag zu erklären, da fiel ich selbst darauf herein. Ein Leser kommentierte, dass der Ton meines schicken Bose-Headsets grottig sei. Sofort reagierte ich und schaltete es aus. Kurzzeitig war deshalb wohl kein Ton auf der Leitung. Nach wenigen Sekunden hatte das eingebaute Mikrofon übernommen und ich sprach weiter. Nach einigen Sätzen las ich „kein Ton“ in den Kommentaren. So konnektierte ich das Headset erneut und sprach weiter. Mit einigem Verzug kam der Kommentar „mit MacBook war es besser“. Erst da bemerkte ich, dass ich auf den Lag reingefallen war, den ich vorher meinen Zusehern erklärt hatte.

Zwischenzeitlich hatte Philippe ein Mikrofon gebracht, mit dem er seine Youtube-Videos macht. Das ist zwar gut, aber der Ton war doch etwas leise, weil das Mikrofon nicht vor, sondern neben mir stand.

Na ja, wenigstens ist die Lernkurve steil ;-). Beim nächsten Mal wird das Teil vor mir angebracht sein.

Der Livecast auf Youtbe

Nach der Sendung hat das Programm die Datei auf Youtube geladen, damit man sie nicht nur auf Facebook abrufen kann.

Wie geht es weiter?

Der erste Livecast hatte die Vätternrundan zum Thema und richtete sich v.a. an die Teilnehmer 2018, speziell an die Neulinge. Aber vielleicht war das Thema auch für andere interessant?

Zum Thema Vätternrundan gibt es demnächst noch mehr. Die richtige Kleidung ist für die Teilnehmer ist eine zentrale Frage. Außerdem will ich zeigen, wo mein Campingplatz liegt, bzw. wo man mit mir ein Bierchen trinken kann. Schließlich wird es in einem Livecast um Training und Motivation gehen.

Live is Life – wenn es denn jemand sehen will – wird 2018 aber sicher noch ganz andere Themen haben. Versprochen!

Deine Meinung ist wichtig!

Bei der agilen Produktentwicklung, ist das Kundenfeedback nach jedem MVP bzw. Inkrement wichtig. So möchte ich es auch mit meinen Zuschauern halten.

Nimm doch bitte an der Umfrage teil, damit ich ein erstes Feedback habe.

Falls Du weitere Kritik und/oder Vorschläge hast, schicke mir bitte eine Mail.

Ich freu‘ mich drauf!

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Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

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