Fidlock Twist Bottle 600 im Langzeittest


Im April bekam mein Bruder Oliver (der dicke Mann auf dünnen Reifen) Fidlock Twist Bottle 600 Flaschenhaltert auf das Marcello-Rennrad montiert, das ich ihm just aus Mallorca mitgebracht hatte.  Das Fidlock-System hatte ich vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür.

Der Clou bei der Sache: Der Flaschenhalter hält die Flasche über ein mechanisches Verbindungsstück zusammen, ohne dass es einen „Flaschen-Käfig“ braucht, der die Flasche am Rad hält. Darüber hinaus ist ein starker Magnet verbaut, der die flaschenführende Hand magnetisch anzieht, sodass sich Flasche und Halter unmöglich verfehlen können, bevor sie mechanisch einklickt.

Wie das geht, zeigt das folgende Video.

Hier nun der Eindruck vom (noch) „dicken Mann auf dünnen Reifen“, von dem Du demnächst sicher mehr auf CyclingClaude lesen wirst.

 

Oliver testet Fidlock Twist Bottle 600

Mein Auftrag lautete, das Flaschensystem als Rennrad-Novize auf Herz und Nieren zu prüfen.

Nach fünf Monaten, und vielen gefahrenen Kilometern, kommt nun mein Feedback.

Erster Eindruck: Schick sind sie!

… elegant vor allem, wenn man gar keine Flaschen dran hat.

Links sieht man am Sattelrohr den Fidlock-Halter. Am Oberrohr ist hinter dem Halter die Pumpe montiert.

Bei der ersten Ausfahrt tat ich mich etwas schwer, die Flasche direkt in das Verschlusssystem zu bekommen. Ich musste schon hinschauen und verlor dann kurzzeitig den Blick für die Straße.

Aber: Ich war ja nicht nur Fidlock-, sondern auch Rennradanfänger.

Bei den nächsten Ausfahrten klappte das aber immer besser. Beim „Abdocken“ muss man die Flasche leicht drehen, weil sie mechanisch im Halter gehalten wird. Beim „Andocken“ kann die Flasche aber fast gerade an den im Verschlusssystem integrierten Magneten gebracht werden. Die Saugkraft des Magneten erledigt den Rest. Mit einem satten Geräusch schnappt die Flasche in die Haltemechanik ein.

Nach relativ kurzer Zeit konnte ich die Flaschen ohne hin zu schauen ins System einstecken. Nun geht das völlig reibungslos. Mehr noch, ich möchte das System gar nicht mehr missen!

Wichtig ist es mir zu verdeutlichen, dass die Flasche mechanisch am Halter gehalten wird. Der Magnet dient dazu, die Flasche bzw. die Hand, die die Flasche hält, exakt zum Halter zu führen. Die Flasche schnappt dann einfach ein und wird mechanisch gehalten. So hält die Flasche selbst beim MTB – und da kenne ich mich besser aus als beim Rennrad – bombenfest im Halter.

Leider habe ich nur einen Satz von Fidlock. Als ich letzte Woche eine Zwei-Tages-Mountainbike-Tour unternahm, wechselte ich kurzerhand die beiden Magnethalter vom Marcello an mein MTB.

Warum?
1. Es sieht gut aus.
2. Die Handhabung toll.
3. Die Flaschen sitzen mit Magnethaltern einfach bombenfest. Da fällt auch keine Flasche mit dem MTB im Gelände ab.

Die Flaschen selbst hatten am Anfang den üblichen Plastikgeruch, was sich aber gelegt hat.
Der Öffnungsstopfen war am Anfang etwas schwergängig. Aber auch das hat sich gelegt.

Die Flaschen können übrigens 600 ml Inhalt fassen.

Alles in allem möchte ich die Fidlock Twist Bottle 600 nicht mehr missen.
Fürs MTB werde ich nun noch zwei zusätzliche Halter anschaffen. Dann kann ich die Flaschen variabel auf beiden Rädern nutzen. Perfekt!

Mit 34,95 EUR pro Halter incl. Flasche ist das System zwar kein Schnäppchen, aber normale Flaschenhalter kosten ja auch ihr Geld. Übrigens gibt es Flaschen und Halter auch einzeln zu kaufen.

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Dicker Mann auf dünnen Reifen


Über Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

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