Hands-on Garmin Edge 1030

Garmin Edge 1030 zum ersten Mal in der Hand

Wie versprochen war ich am ersten Tag der Eurobike 2017 bei Garmin, um mich über den Edge 1030 schlau zu machen. Zwar konnte ich gestern schon Fotos machen, noch bevor die Messe offiziell eröffnet war, aber kompetentes Personal war nicht am Stand. Heute aber schon! Vielen Dank dafür, Garmin!

Ein Handschmeichler ist er, der neue Garmin Edge 1030, der sich in meiner Hand gleich wohl gefühlt hat.

Von vorne fällt zunächst der weiße Rand auf. Der sieht gut aus, man muss es aber mögen. Schließlich passt Weiß nicht an jedes Rad. Aber vielleicht schiebt Garmin noch ein schwarzes Modell nach?

Die Zeiten von dicken Gummihüllen sind ja hoffentlich vorbei, denn wer steckt so ein schönes Teil schon gerne in einen unförmigen Überzieher, der einfach nur billig aussieht? Keine Angst, die heutigen Halterungen, egal ob von Garmin, K-Edge oder anderen, halten das Gerät so fest, dass man es während der Fahrt unmöglich verlieren kann.

Also, wenn schon kein Gummiüberzieher, dann vielleicht dezentes Schwarz, Grau …. statt Weiß?

Aber das ist ein Luxusproblem, das ich mit dem Luxusprodukt zum Luxuspreis (EUR 599,99 in der Basisversion / EUR 679,99 im Bundle mit den Sensoren) habe – weiter nichts.

Display

Das 3,5-Zoll große, hochauflösende Touchdisplay funktioniert beim ersten Ausprobieren tadellos. Die Verzögerung beim Seitenwechsel aufgrund fehlender Rechenpower hatte mich beim Edge 820 wahnsinnig gemacht. Beim 1030 flutscht die nächste Seite per Fingerstreich auf den Bildschirm. Sehr schön!

Außerdem ist das helle und große Farbdisplay eine Freude. Ja, Farbe braucht man nicht unbedingt, das beweist Wahoo mit dem ELEMNT, aber schick ist es schon.

Garmin Mount

Tja, in die Halterung hat Garmin richtig Grips rein gesteckt. Erst einmal sollte ich aber erwähnen, dass die Halterung des Edge 1030 nach wie vor der bekannte Quarter-Mount ist. Man kann den 1030 also auf jeder Halterung befestigen, die groß genug ist und für den Edge 1000 konzipiert war, wie bspw. die K-Edge-XL-Halterung.

Geschickt ist aber, was Garmin sich „unten rum“ ausgedacht hat.



Unter der neuen Edge-1030-Halterung, gibt es eine weitere Halterung ähnlich des Quarter-Mount beim Gerät. Über den lässt sich eine GoPro-Halterung anbringen, die man – sobald sie durch Vierteldrehung befestigt ist – über einen Hebel verriegeln lässt. An diese Halterung passt dann bspw. auch die Varia-Beleuchtung und alles was den GoPro-Standard unterstützt. Bombenfester Sitz garantiert!

Zusatzakku

Achtung, jetzt wird es meiner Meinung nach toll.

Lt. Garmin hält der neue Edge 1030 mit integrierter Energieversorgung bis zu 20 Stunde durch. Auf dem Papier versteht sich.

Der Produktmanager schwor heute aber Stein auf Bein, dass bei aktiver Navigation trotzdem 12 Stunden möglich sind. Das ist sicher im Bereich der Realität, wie ich finde.

Trotzdem mag das manch Langstreckenfahrer nicht genug sein.

Und nun kommt der clevere Zusatzakku ins Spiel.

Links oben siehst Du, wie der Zusatzakku unter der Garmin-Edge-Halterung hängt.

Der Akku wird wohl – so habe ich es verstanden – mit einem Umbaukit für die Halterung geliefert.

Beim Umbaukit ist eine Hebelverriegelung für den Garmin Edge dabei. Wenn man die Verriegelung nicht kennt, so wie ich gestern am Tag vor der Messe – in geheimer Mission am Garmin Stand – bekommst Du den 1030 gar nicht von der Halterung gelöst. Dafür musst Du nämlich erst den Hebel bewegen, den Du im Bild oben/rechts siehst.

Links unten habe ich den Akku in meiner Hand. Er hat vier Kontakte in seinem Fuß, die den 1030 mit Strom versorgen, weil der 1030 dieselben Kontakte in seinem Quarter-Mount verbaut hat.

Den „Kontaktfuß“ des Akkus steckt man von unten in die Halterung ein und verriegelt ihn mit dem Hebel, der am Akku verbaut ist.

Sorry, einfacher kann ich es nicht erklären. Deshalb zeigt es der Garmin-Produktmanager unten im Video.

Bevor Du es anschaust, möchte ich Deine Aufmerksamkeit aber kurz auf die Stromanschlüsse des Zusatzakkus lenken.

Über die vier Kontakte im Fuß haben wir ja gerade gesprochen. Im Bild unten/rechts siehst Du links einen Micro-USB-Anschluss. Über den wird der Akku geladen. Rechts davon befindet sich ein normaler USB-Anschluss. Über den können weitere Geräte während der Fahrt gespeist werden. Ich denke da bspw. an Action-Cams, die batterieseitig oft schwach auf der Brust sind, oder das Smartphone.



Ach ja, bevor ich es vergesse: Garmin gibt einen Wert von 40 Stunden an, was die Laufzeit des Edge 1030 betrifft, wenn ein Zusatzakku genutzt wird. Auch das ist sicher ein Laborwert. Aber wenn der Edge von Hause aus 12 Stunden bei eingeschalteter Navigation durchhält, müssten das mit Zusatzakku 24 Stunden sein,

Und nun das versprochene Video:

Was ich jetzt noch cool finden würde:

Das Konzept mit der Halterung ist generell gut. Der Akku sitzt bombenfest unter dem Edge 1030. Da gibt es null zu meckern. Alternativ, wie oben gezeigt, kann man den Quartermount-GoPro-Adapter verwenden. Beides gleichzeitig geht aber nicht.

Warum hat man nicht auf der Unterseite des Akku so einen Quartermount angebracht, damit man den Akku in Sandwichposition nehmen kann? Oben der Edge 1030, dann  in der Mitte der Akku und unter dem Akku hängt das Varia-Licht, die GoPro oder sonst etwas, das man mit GoPro-Standard befestigen kann?

Erstes Fazit

Wir haben es hier mit einem neuen Spitzenmodell zu tun, bei dessen Entwicklung man sich was gedacht hat. Jetzt muss die Software beweisen, dass sie es drauf hat. Die muss funzen, sonst macht das Gerät auf Dauer keinen Spaß. Außerdem hoffe ich, dass die Garmin-Softwareentwickler an der Usability gearbeitet haben. Da ist Wahoo (sorry Garmin) bekanntlich weit voraus, zumindest was die bisherigen Geräte betrifft. Ich bin gespannt, wie sich der Edge 1030, und v.a. die Software, in der Praxis bewähren wird.

 

8 Gedanken zu “Hands-on Garmin Edge 1030”

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