Bikepacking „light“

Seit ich Gunnar Fehlaus Buch Rad und Raus: Alles für Microadventure und Bikepacking in den Händen hatte, wollte ich auch mal über Nacht mit dem Rad weg sein.

Mit dem Marin Four Corners Elite steht ja seit einigen Wochen ein Reise-Gravel-Rad im Stall, das aber noch nicht reisefertig ist. Momentan fehlt es an Gepäckträgern und Packtaschen.

Microadventure 😉

Nun ging es gestern kurzfristig auf mein erstes „Microadventure“, wie Gunnar es bezeichnet. Allerdings beschränkte sich mein Adventure auf einen Besuch in der Heimat. Bei meiner Mutter musste Rasen gemäht werden. Statt sich eine Stunde ins Auto zu setzten, kann man auch vier Stunden Rad fahren, dachte ich.

Mit bikemap.net suchte ich eine Route, die größtenteils auf Radwegen lief. Was in Deutschland aber alles als „fahrradtauglich“ gilt, ist abenteuerlich. Mit der 700x45c-Bereifung des Marin, sind aber selbst Single-Tracks kein Problem.

Für den Hin- und Rückweg hatte ich mir eine 88 km lange Route ausgesucht. Bis auf die Fahrt durch Mainz war die prima fahrbar, v.a. der Weg von Mainz bis Ockenheim, immer am Rhein entlang; leider hinter dem Damm.

Auf dem Rückweg bin ich irgendwann von der Route abgewichen. Nicht, weil die Navigation auf dem Wahoo ELEMNT versagte. Nein. Ich wollte noch ein Stück dem Rhein folgen, eigentlich bis Kornsand.

Das Vorhaben gab ich aber auf, als ich RTF-Fahrer traf. Mit denen ging es bis Walldorf, wo ich mich verabschiedete.

Knapp 30 km waren wir flott miteinander unterwegs und die Jungs staunten, als da jemand auf dicken Reifen und mit kleinem Kettenblatt dran bleiben konnte. Aber es war anstrengend. So anstrengend, dass ich nach 95 km im Park Cafe erst einmal mein Radfahrer-Gedeck bestellen musste.

Kleines Gepäck

Bei meiner Mutter brauchte ich nicht viel. Waschbeutel und Zahnbürste, Hose, Unterwäsche, Socken. Dazu ein Ladegerät, Brille und ein paar Gels. Die Regenjacke nicht zu vergessen.

Mit Rucksack wollte ich aber nicht fahren.

So traf es sich gut, dass sich Jens gerade aus China eine günstige (28 EUR?) Lenkertasche besorgt hatte. Die durfte ich testen.

Farblich nicht ganz zum Rad passend, ansonsten aber top. Soviel kann ich sagen. Allerdings liegt die Tasche nahe am Steuerrohr an. Weil ich Angst hatte, dass die Brems- und Schaltzüge den Lack des Steuerrohrs weg scheuern, wickelte ich zum Schutz Klettband drum. So war alles gut.

Die Roswheel-Lenkertasche besteht aus einem „Schlauch“ und einer äußeren Hülle. Die Hülle wird mit zwei Bändern am Lenker fest gemacht, was vollkommen ausreicht. Man kann sie zusätzlich am Steuerrohr befestigen, was aber keine zusätzliche Stabilität gibt.

Der Schlauch ist wasserdicht verschließbar und man kann einiges einpacken. Wie viel hängt aber von der Lenkerbreite ab.

Zwischen Schlauch und Hülle kann man zusätzlich bspw. weitere Kleidung packen, wie bspw. eine Wind- oder Regenjacke.

Für kleines Geld ist die Roswheel-Tasche nicht schlecht.

Die Tasche gibt es übrigens auch bei Amazon, wo sie mit 39 EUR incl. Versand preislich immer noch o.k. ist.

Nun muss ich mir zum Vergleich Taschen von Ortlieb und Co. anschauen, um zu sehen, ob die besser sind. Ich werde berichten.

Transparenzhinweis

Wie immer sind meine Links zu Amazon „Affiliate-Links“. Wenn Du darüber bestellst, erhält CyclingClaude eine kleine Provision, die Hilft den Blog zu betreiben. Für Dich wird es nicht teurer. Danke für Deinen Einkauf über meinen Link.

 

 

 

4 Gedanken zu “Bikepacking „light“”

Du darfst gerne kommentieren. Bitte verwende keine Links, da solche Kommentare zunächst in die Warteschleife geschoben werden.

%d Bloggern gefällt das: