Stiftung Warentest testet Fahrradschlösser

Finger weg von meinem Rad!

Will man seine Räder nicht ausschließlich bei Wettkämpfen oder im Training fahren und in den Wohnräumen aufbewahren, macht man sich schnell Gedanken über das richtige Schloss. Lt. Polizeistatistik wurden 2016 in Deutschland 330.000 Fahrräder gestohlen. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Die Aufklärungsquote liegt bei kläglichen 10%!

Stiftung Warentest hat unter dem Titel 20 Fahr­radschlösser 08/2017 gerade einen neuen Test veröffentlicht, den man für 2,50 EUR online kaufen kann.

Zwei Bügelschlösser von Trelock und Kryptonite liegen bei diesem Test in Punkto Aufbruchsicherheit – dem wichtigsten Kriterium – weit vorne, zusammen mit einem etwas unhandlicheren, schwereren und teureren Panzerkettenschloss von Abus. Alle drei wurden in dieser Kategorie mit 1,3 bewertet; das schlechteste der 20 Schlösser nur mit 5,5.

Gerade die beliebten Faltschlösser fallen im Test mehrheitlich durch eine geringe Aufbruchsicherheit auf. Allerdings muss man dazu sagen, dass diesmal in der Kategorie „Faltschloss“ nicht die besten Schlösser am Markt getestet wurden.

Die besten Schlösser im 2017er Test und Alternativen

… was die Aufbruchsicherheit anbelangt, sind Trelock BS 650, Kryptonite Evolution 4 LS und  Abus Granit Chain X-Plus 1060.

Wer dennoch unbedingt ein Faltschloss will, dem empfehle ich das ABUS Faltschloss Bordo Granit X-Plus, das ich seit zwei Jahren im Einsatz habe. Dieses Faltschloss wurde bereits 2015 von Stiftung Warentest getestet und zeigte eine gute Aufbruchsicherheit; für mich damals das entscheidende Kaufkriterium.

Leider wurde kein Exemplar mit Zahlenschloss getestet. Ich hatte früher immer Angst, morgens im Parkhaus meines Arbeitgebers zu stehen (ich lasse meine Schlösser dort hängen) und den Schlüssel zuhause vergessen zu haben. Desalb nutze ich dort neben dem ABUS Bordo Granit X-Plus zusätzlich das Zahlenbügelschloss Squire Hammerhead, das einen sehr robusten Eindruck macht.

Tipps vom Experten

Zwei Tipps aus dem Video zum Test von Stiftung Warentest finde ich erwähnenswert.

Schloss hoch anbringen

Wegen der Hebelwirkung beim Bolzenschneider ist es aus Sicherheitsgründen hilfreich, das Schloss nicht in Bodennähe anzubringen, falls es auch weiter oben geht. Befindet sich das Schloss in Bodennähe, kann der Dieb den Bolzenschneider ansetzen, den einen Hebel des Bolzenschneiders am Boden aufsetzen, und beidhändig von oben, mit dem vollen Körpergewicht, auf den anderen Hebel Druck ausüben. Falls der Bolzenschneider keinen Bodenkontakt hat, muss der Dieb stattdessen mit beiden Armen die Hebel zusammendrücken. So kann er viel weniger Kraft aufbringen.

Nutze mehrere verschiedene Schlösser

Fahrraddiebe sind oft Spezialisten. Wenn man, so wie ich am Arbeitsplatz, das Rad mit zwei Schlössern sichert, nimmt man zwei unterschiedliche Modelle. Oft haben sich Fahrraddiebe auf einen Schlosstypen spezialisiert. Zwei unterschiedliche Schlösser schrecken ab.

Transparenz

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Trelock BS 650

 

Kryptonite Evolution 4 LS

ABUS Faltschloss Bordo Granit X-Plus, 85 cm, 6500/85

Squire Hammerhead 230

2 Gedanken zu “Stiftung Warentest testet Fahrradschlösser”

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