Noch drei Dinge für die Vätternrundan

Bereits letzte Woche hatte ich über drei Dinge geschrieben, die man unbedingt zur Vätternrundan mitnehmen sollte.

Nun habe ich weitere drei Dinge, die ich seit acht Jahren mit nach Schweden nehme und dort bei dem 300 km Langstreckenevent, der Vätternrundan anwende.

Die drei Dinge sind, im wahrsten Sinne des Wortes „für den Arsch“, entweder direkt, oder indirekt ;-).

Ob man sie braucht, muss jeder selbst entscheiden, nicht nur bei der Vätternrundan.

Nr. 1 – Gesäßcreme

So etwas werden die meisten von Euch sowieso benutzen, nicht nur bei Langstreckenveranstaltungen.
Schon Rudi Altig, unser Weltmeister, gab uns den Rat: „Ein Radrennfahrer muss seinen Hintern besser pflegen als sein Gesicht“.

Ob man nun Eule’s Creme benutzt, die schon Ulles Allerwertesten geschmeidig gehalten hat, oder irgendwas anderes, ist letztendlich egal. Aber Gesäß-bzw. Sitzcreme ist beim Radmarathon eigentlich ein Muß.

Nr. 2 – Voltaren Schmerzgel

Die Apotheker lieben und empfehlen es, schließlich kann man damit fett Geld verdienen. Die Ärzte – zumindest die, die ich kenne – sagen “ geh weg mit dem Scheiß“. Außer Du bist Privatpatient. Dann schreiben sie auf, nach was Du verlangst (auch nicht gut!).

Voltaren Schmerzgel ist schmerzlindernd, keine Frage. Aber das Gel zieht nur wenige Millimeter in und unter die Haut, nicht aber bis in entzündete oder schmerzende Muskelbereiche. Die Ärzte haben also recht.

Im nehme es trotzdem traditionell vor der Vätternrundan. Wo, wie und warum, möchtest Du wissen?

Nun, dachte ich mir vor meiner ersten Rundan 2010, wenn das Voltaren-Gel die ersten Millimeter der Haut leicht betäubt, dann kann es meinem Hintern nicht Schaden. Im Gegenteil!

Bevor ich die Eule-Creme auf mein Hinterteil schmiere, kommt als erste Schicht Voltaren drauf. Betäubt und geschmiert sitzt es sich wesentlich besser auf dem Rad. Zumindest bilde ich mir das ein ;-).

Nr. 3 – Imodium akut

„WTF? “ wirst Du sagen, genau wie mein Apotheker, der mir das Zeugs verkauft. Für was braucht man sowas?

Aber überlege mal. Da sitzt Du, je nach körperlicher Verfassung, neun, zehn, elf oder mehr Stunden auf dem Rad und pfeifst Dir dabei >12 Energie-Gels und einige Fitness-Riegel rein. Oder Du bist bei der Vätternrundan noch länger unterwegs, weil in den Depots Blaubeersuppe, Zuckerbrötchen, Salzgurken, Lasagne mit Krautsalat, Kötbullar etc. so lecker sind.

Was glaubst Du, macht Deine Verdauung während des Radmarathons, besonders wenn Du vorher reichlich Magnesium zu Dir genommen hast? Caramba, Caracho!!!

Hat man dann reichlich Kleidung über der Trägerhose, kann es vielleicht nicht schnell genug gehen. Und bei Wind und Wetter im Wald zu sitzen, ggf. ohne Papier, nein das muss nicht sein.

Deshalb empfehle ich aus eigener Erfahrung (sieben Mal Vätternrundan-getestet), vor der Rundan gut auf die Toilette zu gehen und dann eine Imodium zu nehmen.

Nach den 300 km Bewegung mit o.a. Ernährung ist die Gefahr überschaubar, hinterher an Verstopfung zu leiden.

Übrigens stammt der Tipp mit dem Imodium von Wigald Boning. In seinem Buch Bekenntnisse eines Nachtsportlers schreibt er sinngemäß, dass sich beim Marathon / Radmarathon die Einnahme von Magnesium und Imodium die Wage halten sollte. Recht hat er, der Wigald.

 

 

 

 

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