Fast bis Cala D’or 2


Für heute hatte ich mir viel vorgenommen. 150 km sollten es werden – trotz schlechter Wettervorhersage.

150 km sollten es werden, so wie ich sie 2016 am ersten Tag mit Wolfgang gefahren war. So viel wurden es aber nicht.

Raus gekommen sind knapp 133 km:

Zunächst einmal ging es beschissen los!

Kaum aus dem Radkeller draußen, den Garmin Edge 820 angeworfen und den Vector kalibriert, wollte ich los fahren. 10 Uhr war es gerade und das Wetter wider erwarten gut.

Da ich die Strecke nicht gut kannte, sollte der 820 lotsen. Also, Strecke laden und los. Aber nein. Beim Öffnen der Strecke verschluckte sich der Edge anscheinend. Rien ne vas plus – nichts geht (bzw. ging) mehr.

Selbst der normale Reset (lange den Einschaltknopf drücken, bis er runter und wieder hoch fährt) funktionierte nicht. Zwar fuhr das Gerät runter, aber beim wieder hoch fahren fror er erneut ein – und nicht nur einmal :-(.

Zum Glück fand ich mit Google eine Beschreibung für den Fall wenn nichts mehr geht.

Ehrlich gesagt wäre ich da niemals alleine drauf gekommen. Das Prozedere selbst dauerte nur wenige Minuten, dann lief das Gerät wieder.

Allerdings war nun alles auf Werkseinstellungen zurück gesetzt; also wie er aus der Kiste kommt. Nun musste ich Sprache, meine persönlichen Daten usw. komplett neu eingeben. Blöd, dass auch die Trainingsseiten, also die Ansichten, die man sich selbst definiert, weg waren. Außerdem wollte der Edge mein iPhone nicht mehr kennen – oder umgekehrt.

Frustrierend! Also ohne eigene Einstellungen und mit 35 Minuten Verspätung ging es endlich los. Zum Glück wartete heute niemand auf mich.

Guilty76 ist immer und überall

So ging es beim Rausfahren die Playa entlang. Auf einmal sah ich ein Guilty76-Logo auf der Hose des Vordermanns. Guilty76 ist halt immer und überall :-).

Ich kannte ihn nicht, aber nach kurzem Schnack wusste ich, dass er Oli hieß und gerade angekommen war. Respekt, dachte ich. Aus dem ersten Flieger raus und um 10:30 auf dem Rad! Oli war mit Marco unterwegs und zufällig hatten wir denselben Plan. Mit moderatem Tempo sollte es die Küstenstraße entlang gehen. Also warum nicht zu dritt?

In Ses Salines, nach etwa 50 km, machten wir einen Kaffee-Stopp. Natürlich gab es für mich wieder Mandelkuchen. Mandelkuchen Nr. 3/2017 war der bisher beste der Saison! Deshalb bekommt die Bodega Barahona in Ses Salines meine volle Empfehlung. Aber ich habe ja auch noch nicht selbst gebacken ;-).

Da Oli und Marco 120 km machen wollten, verabredeten wir, gemeinsam nach Cala D’or zu fahren. Auf dem Rückweg (siehe oberste Kartenabbildung), wollten wir uns in Campos trennen. Der Plan: Die beiden sollten von dort auf direktem Weg nach Llucmajor – und ich über Poreres.

Dummerweise, und in Ermangelung der Garmin-Navigation, verabschiedete ich mich schon in Felantix, statt in Campos, weil ich dort ein Schild mit der Aufschrift Proreres sah.

Am Ende werden wir wohl in etwa eine ähnliche Kilometerleistung abgeliefert haben. Heute Abend im Bierkönig werde ich Oli fragen, wie viele km sie auf dem Tacho hatten.

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich mit meiner Route Felantix-Proreres voll ins Klo gegriffen hatte. Der mittlerweile aufgekommene Starkwind (ca. 30 km/h) blies direkt von vorne und ich hatte mühe einen 20er Schnitt zu halten.

Wäre ich, wie geplant, Felantix-Campos-Proreres-Llucmajor gefahren, hätte ich nie frontalen Wind gehabt. Seitenwind, selbst seitlich von vorne ist etwas angenehmer. So hätte ich mit derselben Kraft 150 km fahren können. Aber wie war nochmal der Spruch mit der Fahrradkette ;-)?

Egal. Nur der Trainingseffekt zählt!

Außerdem sollte ich froh sein, dass es keinen Regen gab, zumindest da wo ich fuhr. Alles gut, also.

Morgen Ruhetag

Morgen ist nun Ruhetag, nachdem ich drei Tage (plus Einrollen) bei tollem Wetter auf dem Rad saß. Mit 472,8 km in 18:29 min bin ich soweit zufrieden.

Bleibt für die nächsten Tage zu hoffen, dass meine Sitzprobleme, die mich seit Beginn des Jahren quälen, einigermaßen o.k. bleiben. Heute war es zum Schluss nicht mehr ganz so schön.

 


Über Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.


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2 Gedanken zu “Fast bis Cala D’or