Von Zahlen und Schmerzen


Seit gut 4 Wochen bin ich wieder im Training. Nach meiner Polypen-Op habe ich mich recht gut und zügig erholt. Martin von Aion Athletics hat mich interviewt und mir einen zu meinen diesjährigen Rennen passenden Jahresperiodisierungsplan geschrieben. Vier Wochen sind jetzt vergangen. Letzten Samstag und Sonntag bin ich zwei kleine Tests gefahren, leider beide in der Wohnung. Anders lies sich das bei unserem Norddeutschen Wetter nicht realisieren.


Samstag war ein Drei-Minuten All-Out angesagt, Sonntag sollte es 5x so lang sein. Die drei Minuten bin ich konstant gefahren, so das zum Ende wirklich alles raus war. Das Ergebnis von 367 Watt ist für mich erfreulich, da man davon ausgehen kann, draußen noch ca 10% stärker zu sein. So ist es auch nicht richtig, enttäuscht zu sein, wenn man das eigene gesteckte Ziel von 370 Watt nicht ganz erreicht hat. Sonntag fühlte ich mich zu Beginn der Session nicht ganz fit, meine Beine fühlten sich lädiert an und etwas weich. So fuhr ich mich 15 min warm um dann meine Beine mit ein paar kurzen Intervallen in Schwung zu bringen. Das hat recht gut funktioniert und so war ich motiviert in die 15 Minuten All-Out Session zu starten. Mein eigens gestecktes Ziel waren 300 Watt zu schaffen. Gegen Minute zehn fing ich langsam an nervös zu werden, doch konnte ich mich neu motivieren. Die letzten 180 Sekunden habe ich alles gegeben, habe zum Schluss die letzte halbe Minute sogar nochmal bis 400 Watt hoch gezogen. Meine Frau schaute mir die letzten Minuten zu und meinte, dass sie schon lang gestorben wäre oder vom Rad gefallen, wenn es nur halb so schmerzvoll war wie mein Gesicht es vermuten ließ. 304 Watt im Schnitt auf 15 Minuten ergeben meine derzeitige FTP von knapp unter 290 Watt, bei derzeit 68Kg. Da sind ca. 4,2W/KG. Letztes Jahr hatte ich diesen Wert ca. im August erreicht. Ich würde sagen, ich bin gut dabei, fit zu werden. Unter anderem für die Vätternrundan mit Claude und für die Nordschleife …

Zusammen mit meinem Fitting im Winter bei Specialized in Hamburg, bin ich gerüstet für die Saison. Die erste lange Tour des Jahres hat mich nicht erschüttert. Ich dachte das über 4 Stunden im Sattel, nach gut 4 Monaten abstinents auf dem Rennrad, sich nicht so gut anfühlen würden. Zum Glück scheint es doch zu funktionieren für mich.

Was habt ihr für positive Erfahrungen in diesem frühen Stadium des Jahres gesammelt? Habt ihr bestimmte Abläufe um euch selbst besser zum training motivieren zu können?

Bis bald

Euer CyclingCollin


Über Chris

Christian Collin ist 31 Jahre jung und liebt das Rennrad fahren. Wie für Claude die Vätternrundan, ist für Christian die Nordschleife die Herausforderung des Jahres. In zwei Jahren möchte er als Einzelstarter die 24 Stunden fahren. Bis dahin gibt er sich Zeit seine Form zu verbessern und viel über die Technik beim Fahren und am Rad zu lernen. Rad fährt Christian seit früher Kindheit, zwischendurch im Freeride- und Downhill-Segment, und hat Anfang 2015 das Rennrad für sich entdeckt. Christian genießt jede Minute draußen im Wind und schreibt seit Anfang 2017 als CyclingCollin auf CyclingClaude.

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