Neuer Sattel, neues Glück?


Letztens war ich bei Hibike und habe mich mit dem Smart Caliper von Selle Italia vermessen lassen.

Als Ergebnis hat der Computer „S3“ ausgespuckt und Aaron stellte mir die verschiedenen Sattelmodelle vor, die mir passen sollen.

„3“ ist die Größe der Aussparung in der Mitte des Sattels und „S“ steht für 132 mm Sattelbreite.

Ein Specialzed-Händler hatte vor Jahren meine Sitzknochen vermessen und kam auf 142 mm ideale Sattelbreite.

Selle Italia argumentiert, dass man die Dicke der Oberschenkel (der Smart Calliper misst den Oberschenkeldurchmesser) mit einbeziehen muss. Da ich „dicke“ Oberschenkel habe, soll ein schlanker Sattel besser sein.

Das wollte ich natürlich ausprobieren, obwohl ich mit meinem Fizik Antares VS eigentlich zufrieden bin.

So war ich wochenlang bei Ebay-Kleinanzeigen auf Jagd nach Selle-Sätteln. Einer sollte ein S3 sein. Aber ich wollte auch L3, also 142er Breite, testen.

Gefunden habe ich schließlich einen gut gebrauchten Selle SLR Flow in L3 und einen fast neuen SLR Superflow in S3.

Mit meinen Werten vom Radlabor konnte ich alles ruck zuck einstellen. Nach Augenmaß hatte ich 18 cm Sitzlänge. 20,3 cm sollen es aber sein. Gut, dass ich nachgemessen habe.

Den L3 bin ich einmal gefahren und komme eigentlich gut mit der Breite zurecht.

Aber ich muss zugeben, dass ich auch auf dem S3 gut sitze. Irgendwie habe ich auf dem  schmalen Sattel „mehr Platz“.

Der S3 könnte also mein neuer Sattel werden. Aber mein Popöchen muss sich noch gewöhnen. So eine große Sattelaussparung hatte ich noch nicht und irgendwie glaube ich, dass ich die „Innenkanten“ spüre.

Sollte das besser werden, behalte ich den SLR Superflow S3 und besorge einen zweiten für mein anderes Rennrad. Der L3 käme aufs MTB. So der Plan.

Aber ich muss mir sicher sein, dass ich 300 km am Stück auf dem Superflow aushalten kann. Mal gespannt, was ich nach Mallorca sagen werde.

Übrigens sieht der Selle Italia Superflow S3 sehr edel aus, wie ich finde, und wiegt gerade mal 180 Gramm – nachgewogen, natürlich.

 


Über Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

Dies kannst Du gerne kommentieren. Bitte verwende keine Links, da solche Kommentare zunächst in die Warteschleife geschoben werden.