The Lengh of Sweden – Die Prüfung Deines Lebens

Seit dem ich im letzten Jahr den Film „Brevet“ gesehen habe, möchte ich unbedingt mal bei Paris-Brest-Paris mitfahren.

Nun ist ein knapp 35 Minuten kurzer Film über ein Super-Brevet in Schweden veröffentlicht worden. Und in mir kommt wieder dieses Gefühl auf, demnächst etwas ähnliches zu fahren.  Kennt Ihr das? Habt Ihr so etwas Episches auch schon absolviert? Wie sind eure Erfahrungen, was Schlafmangel und Hunger angeht?

Mich fasziniert einfach das alleine sein, das Sein nur mit sich selbst in einer abgeschiedenen Ecke dieses Planeten. Was wir mit unseren Rädern und Beinen in der Lage sind zu leisten. Und als Belohnung wartet nur eine Dusche oder ein Bad. Kein Geldpreis oder ähnliches. Das es zu schaffen ist Belohnung genug.

Die Bilder des Films sind schön gewählt und bringen die Stimmung ziemlich gut in die eigenen vier Wände. Die Stimmen der Akteure lassen erahnen, wie schwer es zwischendurch war und wie befreiend es ist, wenn das Ziel näher kommt. Gesagt wird zum Beispiel, das „nur“ die ersten drei Tage schwierig seien und sich danach alles einfacher anfühlen würde. Man könnte angeblich quasi unendlich weiter fahren, insofern man nicht vor Müdigkeit vom Rad fällt.

Erzählt mir doch mal von euren Erlebnissen auf ähnlichen Unternehmungen! Ich bin gespannt.

Euer CyclingCollin

Chris

Christian Collin ist 32 Jahre jung und liebt das Rennrad fahren. Wie für Claude die Vätternrundan, ist für Christian die Nordschleife die Herausforderung des Jahres. In zwei Jahren möchte er als Einzelstarter die 24 Stunden fahren. Bis dahin gibt er sich Zeit seine Form zu verbessern und viel über die Technik beim Fahren und am Rad zu lernen. Rad fährt Christian seit früher Kindheit, zwischendurch im Freeride- und Downhill-Segment, und hat Anfang 2015 das Rennrad für sich entdeckt. Christian genießt jede Minute draußen im Wind und schreibt seit Anfang 2017 als CyclingCollin auf CyclingClaude.

2 Antworten

  1. Torsten sagt:

    Ja, toller Film. Tolle Bilder. Hat Ertzui super gemacht.
    Bezüglich der Skapoidfraktur und den Schmerzmitteln samt Armschlinge am Anfang dachte ich schon: Herrjeh, was wird dass denn jetzt und wie bekloppt kann man sein. Aber sehr interessantes Ergebnis und tolle Gedanken intensiv durch die gefundenen Worte ‚rübergebracht.

    Ich habe das Gefühl, dass durch das Thema Bikepacking und Ultradistanz-Rennen und die Art der Portraitierung dieser Events mit interessanten Videos wie diesem oder mit wie der Begleitung des Transcontinental Race durch Video-Einblicke wie die Serie von Cade (https://www.youtube.com/watch?v=S3oMlJQfbk4) und tolle Fotos von Solofahrern oder Teams bei Sonnenuntergang auf Bergpässen neue oder auf jeden Fall erweiterte Interessentengruppen ansprechen. Das sind nicht mehr nur die älteren oder haarigen ;-)) zähen Hunde im 80er Jahre loose Fit Trikot bei Paris-Brest-Paris oder der Hippie-Aussteiger oder Solo-Abenteurer in Feuerland mit einem 6-Pack-Reiserad und Anhänger mit Einbauküche. Das sind auch jüngere Leute, die sowohl von den Klamotten als auch oft von den Rädern (wenn denn die Taschen runter sind) nahtlos einen Alpen-GranFondo oder ein Jedermann-Rennen oder auch vor die Eisdiele (;-)) passen würden.

    Der Ansatz – und das hat dieser Film sehr gut rübergebracht – ist der Gleiche: der Wettbewerb eher mit sich selbst als mit den Anderen, das Prüfen und das sich selbst überraschen zu was man im Stande ist. Die Freude am Radfahren. Aber es lockt doch schon ganz anders.

    Aber vielleicht komme ich einfach selbst jetzt nur in „so ein gewisses“ Alter? Wie dem auch sei: habe selbst keinerlei Erfahrung mit so etwas, werde aber dieses Jahr das Transcontinental Race bestreiten. Also – frag mich nach August nochmal.

    • Cycling-Collin sagt:

      Vielen Dank für deine tollen Worte. Man hört das du dich schon sehr intensiv mit dem Thema auseinander setzt. Ich selbst finde auch, dass es viel mehr junge Leute sind. Durch meinen Arbeitsgeber weiß ich aber auch, dass wir hier in Europa mächtig hinterher hinken was diesen „trend“ angeht.
      ich werde bestimmt nochmal im august auf dich zurück kommen. Bis dahin hoffe ich, dass deine Vorbereitung und alles andere drum herum so gut wie nur möglich funktioniert für dich. Ride on…

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