eTap – Nutzererfahrung aus erster Hand

#CyclingClaude schwört auf SRAM, was das Schalten betrifft. Nur eine eTap, die hat er nicht :-(.
Aber Christian aus Hamburg hat schon länger eine und so freut es mich, dass Christian seine Erfahrung damit auf #CyclingClaude teilt.

Wenn auch Du einen Gastbeitrag auf #CyclingClaude veröffentlichen möchtest, kontaktiere mich unter gastbeitrag@claude.de.

… und nun zu Christian:

Moin Claude,

SRAM eTap Umwerferwie schon seit längerem versprochen, hier mal meine kleine Rezension über die eTap Gruppe, die ich nun ziemlich genau 3 Monate gefahren bin.

In Kilometern heißt das ca. 3.000. Geladen habe ich die beiden, gerade mal jeweils 25 Gramm leichten Akkus, 2x, einmal Mitte Mai und letzten Donnerstag, zur Sicherheit, kurz vor Rad am Ring. Die beiden LEDs waren da noch gelb und hätten die Kilometer bestimmt noch locker überstanden.
Da ich aber sonst fast nur im flachen Norden unterwegs bin, habe ich sie jeweils 90 Minuten in das Ladegerät getan.
Die Montage der SRAM eTap Schaltgruppe ist wirklich kinderleicht. Es gibt genug Online-Tutorials. Den eigenen Grips etwas nutzen reicht aber auch schon aus.
Insgesamt weiß ja sicher jeder Deiner Leser schon wie die eTap funktioniert. Immerhin ist das Produkt so ziemlich das Innovativste, was die letzten Jahre auf den Schaltungsmarkt gekommen ist.

Warum fahre ich Sie?

SRAM eTap SchaltwerkSchon vorher bin ich SRAM gefahren. Die sehr gute RED22 hat gute Dienste geleistet. Doch die Pflege bei Bowdenzugbenutzung ging mir schon lange gegen den Strich. Anfang des Jahres ist mir beim Jedermannrennen in Göttingen der Schaltzug fast gerissen. So bin ich fast die komplette Strecke mit meinem 52er Kettenblatt gefahren. Das war nicht so lustig, besonders am Hohen Hagen. Eine knappe Woche später habe ich den Umbau vorgenommen.

Wow, wie schnell das schaltet! Die Umgewöhnungsphase dauerte gut 200 Meter, hehe. Selten so einfach geschaltet. Rechter Hebel = schwerer Gang, linker Hebel = leichterer Gang, beide Hebel = Umwerfer hebt die Kette auf das größere Kettenblatt oder schiebt sie auf das kleinere.
Das funktioniert auch am Berg unter großer Last.
Wenn man auf das große Kettenblatt wechselt und hinten gegenschalten möchte, lässt man einfach den rechten Hebel los und schon wandert die Kette hinten nach links; alles in einem kurzen Augenblick. Und intuitiv. Selbst bei Rad am Ring, wo nur Augenblicke zwischen 70 km/h und 20 km/h liegen, reicht die Schaltzeit locker aus.

Insgesamt gibt es für mich nur einen negativen Kritikpunkt:

Das Geräusch des Hebels beim Schalten hört sich leider nach billigem Plastik an. Das hätte man ruhig etwas an das insgesamt sehr knackige Schaltgefühl anpassen können.
Das ist aber in jedem Fall meckern auf sehr hohem Niveau und mit Sicherheit auch nicht objektiv von mir bewertet .
Falls noch fragen zu der Schaltgruppe offen sind, schreibt gern unten einen Kommentar. Ich antworte dann gerne.

Danke Claude, dass ich wieder für Dich schreiben durfte.

Christian Collin aus Hamburg

Über Christian:

Christian Collin ist 31 Jahre jung und liebt das Rennrad fahren. Wie für Claude die Vätternrundan, ist für Christian die Nordschleife die Herausforderung des Jahres. In zwei Jahren möchte er als Einzelstarter die 24 Stunden fahren. Bis dahin gibt er sich Zeit seine Form zu verbessern und viel über die Technik beim Fahren und am Rad zu lernen. Rad fährt Christian seit früher Kindheit, zwischendurch im Freeride- und Downhill-Segment, und hat vor zwei Jahren  das Rennrad für sich entdeckt. Christian genießt jede Minute draußen im Wind 🙂

Ein Gedanke zu “eTap – Nutzererfahrung aus erster Hand”

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