Tarik Saleh Bike Club

Oft durchforste ich das Internet nach interessanten Geschichten rund ums Fahrrad.

Kürzlich stieß ich auf den Tarik Saleh Bike Club, der in den USA wohl einige Berühmtheit genießt.

Mitglied werden ist einfach. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Der Club ist offen für alle, also auch für Dich, solange Du die Clubregeln befolgst:

  1. Fahre Fahrrad
  2. Versuche kein Arsch zu sein

Das war’s. Keine weiteren Regeln, keine weiteren Verpflichtungen.

Mehr als 2000 Mitglieder soll der Club weltweit haben, die meisten natürlich in den USA.

Allerdings gibt es kein stylisches Radtrikot. Man erkennt sich am Pin bzw. Button an der Jacke, den Tarik über seine Website oder persönlich verkauft.

Manchmal legt er auch eine selbst designte Mütze auf. Aber die Pins gehören mittlerweile zur Fahrradkultur, wie man im Netz lesen kann.

Den Erlös aus seinen Verkäufen spendet Tarik übrigens für wohltätige Zwecke, die irgendwas mit Fahrrad zu tun haben. Er spendet bspw. an World Bicycle Relief.

Aber wer ist Tarik Saleh überhaupt?

Tarik ist in erster Linie fahrradverrückt, Blogger und im Hauptberuf Nuklearwissenschaftler, der auch mit über 40 noch aktiv an Radrennen überall in den USA teilnimmt.

Gebürtig aus New Mexico, lebt und arbeitet er in Los Alamos – wo sonst als Atomwissenschaftler.

Tarik Saleh Bike Club

Tarik mit #CyclingClaude im Gespräch

Tarik, wie kamst Du auf die Idee mit dem Club?

Es begann etwa 2011. Eigentlich war es zunächst ein Gag. Mein Freund Mr. Jalopy, der in L.A. Coco’s Variety betreibt, schenkte mir den ersten Tarik-Saleh-Bike-Club-Pin, der schon so wie die heutigen Pins aussah. Einfach mit meinem Gesicht drauf und fertig.
Ein anderer Freund fand das witzig und produzierte noch einige mehr.
‚Keine schlechte Idee‘, dachte ich, und so überlegte ich mir die Regeln.

Regeln, die Du nicht ganz so eng siehst?

Na ja. Unter Umständen bin ich da etwas milde. Kontrollieren kann ich es ja schlecht. Deshalb kann man Ausnahmen beantragen ;-).
Bspw. würde ich statt Regel #1 auch gelten lassen ‚ich sollte mir wirklich ein Fahrrad anschaffen‘ und als Regel #2 ‚ich sollte versuchen, kein so großer Arsch zu sein‘.
Die Regeln schafft man, oder?

Du bist fahrradverrückt, wie man hört. Wie viele Räder hast Du denn zuhause?

Eine ganze Menge. Genau kann ich es gar nicht sagen. Über 30 sind es bestimmt. Früher bin ich alles an Rennen gefahren was ging, auch Straße und Bahn, und habe Räder dafür. Heute fahre ich v.a. Cyclocross- und Cross-Country-MTB-Rennen. Aber ich besitze auch Commuter- und Cargo-Bikes für den  täglichen Weg zur Arbeit. Auch ein Singlespeed darf nicht fehlen. Außerdem fahre ich noch ein paar individuell aufgebaute Stahlrahmen und ein Faltrad.

Hast Du viele Mitglieder außerhalb den USA?

Ich habe einige Mitglieder in Deutschland. Du bist also nicht der erste.
Das liegt daran, dass ich mehrmals in Baden-Würthemberg war, aber nicht nur. Ich erhalte auch Pin-Bestellungen aus England oder bspw. Australien.

Bist Du in Deutschland Rad gefahren?

Klar, das mache ich ja täglich. Mit meinem Bike Friday Faltrad-Fixie habe ich einige Feld- und Wanderwege rund um Karlsruhe unsicher gemacht, bin in den Schwarzwald und den Hardtwald gefahren.

Außer Radfahren gibt es keinen anderen Sport für Dich?

Aber klar doch. Im Winter bin ich leidenschaftlicher Skilangläufer. Das macht fast genauso viel Spaß.

Danke, für Deine Antworten, Tarik. Was müssen meine Leser machen, um dazu zu gehören?

Alle Infos findet Ihr auf meiner Website. Am besten tragt Ihr Euch in meine Mailingliste ein. Dann bekommt Ihr automatisch meine Email-Adresse und könnt mich direkt kontaktieren.

Über ein ‚Like‘ auf Facebook freue ich mich natürlich auch.

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Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

1 Antwort

  1. Pete sagt:

    Verrückte Sache! Danke für den Bericht.

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