Die Woche …


Der April liegt in den letzten Zügen. Wettermäßig zeigt er aber gerade, was er noch drauf hat.

War es unter der Woche, bei uns v.a. in der zweiten Wochenhälfte, sonnig und warm, ist es pünktlich zum Wochenende (arsch-) kalt und nass.

Ärgerlich für alle, die trainieren möchten. Ich gehöre leider nicht dazu!

War ich zu Anfang der Woche voll im Saft, konnte ich Mittwoch im Training meine Leistung nicht abrufen. Donnersteig leichter Schnupfen, Husten und allgemeine Schlappheit. Beim Treppenlaufen bin ich nach zwei Stockwerken außer Puste.

Aber rauskommen will die Erkältung auch nicht richtig.

Was soll ich sagen?

Wenn es dumm kommt, heißt es ‚1. Mai – und Claude ist nicht dabei!‘

Eschborn-Frankfurt TrikotMeine letzte Erkältung ist – mehr oder weniger – genau ein Jahr her.

Wäre Eschborn-Frankfurt nicht abgesagt worden, hätte ich 2015 wegen (starker) Erkältung nicht fahren können. Selbst bei der Guilty76-Ausfahrt konnte ich nicht dabei sein.

Auch 2013 war ich krank, war aber dennoch am Start und musste aufgeben. Dieser Leichtsinn verfolgte mich gesundheitlich bis in den Sommer.

2012 ein geplatztes Hinterrad …

Nein, nein, nein. Wenn ich 2016 nicht starten kann, fahre ich am 1. Mai 2017 eine RTF, wie schon 2014. In dem Jahr war ich nicht angemeldet und auch nicht krank.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Noch ist genug Zeit, um mit Ingwersirup und Erkältungsbädern, vielleicht auch Kompensationsfahrten auf der Rolle, entgegen zu wirken.

Schließlich habe ich mir das schicke 2016er Eschborn-Frankfurt-Trikot geleistet, das ich sonst erst wieder zu meinem 55. tragen kann ;-).

Scheibenbremsen oder keine Scheibenbremsen, das ist hier die Frage

Morgen startet das erste Rennen des German Cycling Cup, die Tour d’Energie.

Weder der Veranstalter, noch die Herren des German Cycling Cup hatten den Arsch in der Hose, zur Zulässigkeit von Scheibenbremsen eine Aussage zu machen.

Scheibenbremsen sind bei Lizenzrennen nicht erlaubt. Die Reglements von BDR und UCI sind eindeutig.

Da sich Jedermannrennen und der German Cycling Cup nicht nur an die Regeln des BDR anlehnen, sondern diese explizit vorschreiben, dürften bei Rennen mit Massenstarts Scheibenbremsen nicht erlaubt sein.

In der Vergangenheit wurde das nicht so eng gesehen. Mit Stopp des Tests von Scheibenbremsen bei den Profis sollte das aber eigentlich anders sein.

Frankreich hat reagiert. Dort sind ab sofort Scheibenbremsen bei Jedermannrennen untersagt.

In Großbritannien hat sich hingegen bisher nichts geändert.

Beim größten Jedermannrennen der Welt, dem Prudential RideLondon100, sind Scheibenbremsen nach wie vor erlaubt, sagt der Event Director Hugh Brasher:

‚Safety is our priority and we continually review equipment that is permitted in our non-competitive cycling events. Currently we don’t have any plans to ban the use of disc brakes for our mass participation cycling events.‘

Warum kann das in Deutschland nicht genauso einfach sein?
Warum kommuniziert man als Jedermann-Veranstalter nicht einfach offiziell folgendermaßen?
‚Bei uns gelten die Materialbestimmungen des BDR mit Ausnahme von Scheibenbremsen, die explizit erlaubt sind.‘

Alternativ sollte man frühzeitig klar kommunizieren, dass Scheibenbremsen nicht zugelassen sind, so wie es der Münsterland-Giro getan hat.

Alles andere ist schäbig!

Übrigens hat auch der Veranstalter meines Heimrennens ‚Eschborn-Frankfurt‘ bisher nichts zum Thema Scheibenbremsen gesagt.

Auch bei Eschborn-Frankfurt besagt das Reglement, dass die Materialbestimmungen des BDR gelten.

Auf dem Abholschein für die Startunterlagen gibt es einen Haftungsausschluss:

‚Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko. Vom Veranstalter wird keinerlei Haftung für Schäden jeglicher Art übernommen. Dies gilt sowohl für Personen- wie auch für Sachschäden, insbesondere auch für Folgen von Unfällen …‘

Ob der Veranstalter damit gut beraten ist?

Ich habe die Sachlage mit einem befreundeten Anwalt diskutiert. Kommt ein Gericht zu der Erkenntnis, dass in den Regularien Scheibenbremsen verboten waren (was als wahrscheinlich anzusehen ist), es aber zu Personen- oder Sachschäden kommt, die durch Scheibenbremsen verursacht wurden, ist zunächst einmal der Verursacher dran (also derjenige, der mit Scheibenbremsen gefahren ist). Allerdings ist es nicht auszuschließen, dass der Veranstalter mit in die Haftung gerät, weil er das Starten mit Scheibenbremsen nicht unterbunden hat. Da hilft dann im schlimmsten Fall der beste Haftungsausschluss nichts.

Also, warum sagt man nicht klipp und klar, bei uns sind Scheibenbremsen zugelassen?

Garmin-Update-Krampf

Zunächst einmal wurde Mitte April die Software des Edge 1000 auf Version 8.0 gebracht. Eine Version, die viel Neues und Gutes bietet. Was genau, lest Ihr beim #Lieblingsblog Coffee & Chainrings.

Ob das Software-Update der Grund ist, warum mein Edge 1000 das vergangene Woche gelieferte Garmin Varia Radar zwar erkannt, aber nicht unterstützt hat, weiß ich nicht.

Ohne Software-Update des Varia Radar würde ich aber heute noch keine von hinten nahende Fahrzeuge auf dem Edge angezeigt bekommen.

Danke auch hier noch einmal nach Österreich an DerRottenberg, der in seinem Blog das Problem, sowie die Lösung beschrieben hat.

Nun zum Software-Update beim Varia Vision Insight Display.

Nachdem ich den Edge auf Version 8.0 gehoben hatte, kam folgende Anzeige:

IMG_0567

Ich wurde vom Edge quasi gezwungen, das Varia Vision zu aktualisieren. Das ging problemlos über Garmin Express. Version 2.4 war schnell installiert.

Aber:

Zunächst einmal war ich ziemlich sauer, dass die Trainingsseiten (man kann die Ansichten des Display individuell gestalten), die ich mühevoll für das Varia Vision über den Edge angelegt hatte, nicht mehr existierten. Alles war auf Standard zurück gesetzt. So einen Mist kenne ich vom Edge aus früherer Zeit. Das ist einfach ärgerlich und unnötig.

Darüber hinaus wurde nun oben mittig die Temperatur nicht mehr in Celsius, sondern in Fahrenheit angezeigt, obwohl der Edge, von dem das Varia Vision Display die Daten bezieht, auf Celsius eingestellt ist.

Über mein Varia-Vision-Youtube-Video kommunizierte ich mit einem anderen Varia-Vision-Nutzer, der mir (bedingt) helfen konnte.

Belegt man auf einer aktiven Trainingsseite ein Feld mit ‚Temperatur‘, wechselt die Anzeige in der Kopfzeile sofort auf Celsius. Deaktiviert man die Trainingsseite oder belegt das Datenfeld anders, springt die Anzeige sofort wieder auf Fahrenheit.

Na ja, damit könnte ich bis zum nächsten Software-Update leben.

Aber es kommt schlimmer.

Wie gesagt bezieht das Varia Vision alle Daten vom Edge, aber nicht direkt von den Sensoren.

Bei der ersten Fahrt nach dem Softwareupdate war ich mit Rosalina, meinem weißen Rose-Rad, ohne Powermeter unterwegs. Sporadisch wurden mir aber Wattwerte angezeigt, obwohl weit und breit kein anderer Radfahrer in der Nähe war. Die Wattwerte sprangen wild hin und her, bis hinauf auf 3500 Watt.

Auf dem Edge (der Datenquelle), war die Wattanzeige allerdings immer auf Null.

Gleichzeitig wurden seltsame Werte bei der Herzfrequenz angezeigt. Zwischen 77 und 250 ging es auf und ab.

Die Herzfrequenz wurde auf dem Edge vollkommen normal dargestellt. Wieso zeigt das Varia Vision seltsame Abweichungen?

Heute spielte ich wieder mit dem Varia Vision rum und saß testhalber auf der Rolle. Die Wattwerte des Vector-Systems wurden angezeigt, wie sie auf dem Edge zu sehen waren. Alles wieder o.k., dachte ich, bis dann Herzfrequenzwerte auf dem Varia Vision zu sehen waren, obwohl ich keinen HF-Grut trug und der Edge nichts anzeigte.

Gerne würde ich einen Reset am Varia Vision durchführen. Aber ich weiß nicht wie. In der Bedienungsanleitung steht nichts dazu.

Hoffentlich kommt bald das nächste Update.

Apropos, fast hätte ich es vergessen!

Eine Neuerung brachte die Version 8.0 des Edge, die ich mir lange gewünscht habe.

Nach Einschalten bleibt der GPS-Status wie er vor dem Ausschalten war. Gerade beim winterlichen Rollentraining fand ich es immer nervig, wenn man vor jedem Rollentraining erneut das GPS ausschalten musste.

Nun muss man aber daran denken, dass man es einschaltet, falls es vorher ausgeschaltet war. Aber das muss man wissen.

Jäger der verlorenen Zeit

Wer mich kennt der weiß, dass ich im Training kein wettbewerbssüchtiger Fahrer bin. Schwänzemessen und KOMs einfahren, liegt mir fern. Leistungsmäßig bin ich mit 50 sowieso nicht der, der alles in Grund und Boden fährt.

Aber ich habe zwei KOMs! Einen bergab 😉 und einen bergauf. Den Bergauf-KOM habe ich auf einem kurzen Stück, dass ich oft ‚volle Kanone‘ hinauf springe, nachdem ich vorher etwa 30 km gefahren bin, nur um meine Form zu testen.

Mein KOM lag seit letztem Herbst bei 1:58 und dieses Jahr war ich noch nicht schneller.

Sonntag kam dann die Email von Strava. Jemand hatte meinen KOM gestohlen! Auf 1:50 lag jetzt die Latte.

Montagabend ging es aufs Rad. Den KOM musste ich zurück haben! Sonntag war ich noch Rolle gefahren.

Um möglichst frisch zu sein, fuhr ich mich knapp 10 km warm, incl. zweier Intervalle, um die Beine warm und locker zu bekommen.

Und dann ging es richtig ab! Ich flog den Anstieg förmlich empor. Mann, was war ich stark. Oben angekommen japste ich wie ein Hund aber es schien geschafft.

Ich wunderte mich nur, dass Beginn und Ende des Strava-Segments weder auf dem Edge, noch auf dem Varia Vision, angezeigt wurden.

Na egal, dachte ich, zuhause wirst Du es schon sehen.

Alsbald wunderte ich mich, dass der Edge im Feld ‚Neigung‘ keinen Wert anzeigte. Ohne Neigung müsste er doch 0% anzeigen. Tat er aber nicht.

Ich hielt an, um das genauer anzuschauen. So merkte ich, dass das GPS nicht eingeschaltet war! Am Vortag war ich ja auf der Rolle.

So lernt man Neuerungen nach Software-Updates schmerzlich im Betrieb kennen :-(.

Der vermeintlich eingefahrene KOM war nicht registriert, weil der Edge nicht wusste, wo ich war!

Was tun, sprach Zeus?

Zunächst einmal das GPS einschalten. Das war klar. Dann fuhr ich eine weitere, große Runde, und ging nach 30 km den Anstieg noch einmal an.

Aber die Beine waren nicht mehr so frisch wie zu Anfang. Resultat: Persönliche Bestleistung mit 1:53. Immerhin!

Dienstag war es dann aber soweit. Auf meiner normalen Runde, mit 30 km Anlauf, schaffte ich das Segment mit 1:50. Damit bin ich wieder Nummer 1, zusammen mit dem anderen.

KOM

Mittwoch war ich dann schon platt von der beginnenden Erkältung. Aber wartet ab. Ich bin ein Tier ;-).

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Über Claude

Claude ist nach langer Radabstinenz, und mehr als 20 kg Übergewicht, seit 2008 mit dem Fahrrad unterwegs; nicht gut, aber mit Freude. Neben gesunder Ernährung sind es v.a. ‚Gadgets‘ und neue Produkte rund ums Rad, die ihn interessieren. Sein Herzblut hängt an der Vätternrundan in Schweden – 300 km die ihm jedes Jahr aufs neue Respekt abverlangen.

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