Mallorca 2016 – Tag 3 – El viento y JayJay

JJGestern sind JayJay – Jenny und Jens – auf der Insel gelandet und wir haben heute eine erste Ausfahrt unternommen.

Jens musste erst einmal die Hürzeler-Räder standesgemäß aufrüsten, bevor es los gehen konnte. Aber dann ging es flott das Delta rauf.

Ich war zu warm an, weshalb wir auf halber Höhe schon anhalten mussten,  damit ich Ärmel der Windjacke (hatte ein dünnes Langarmtrikot drunter) und Knielinge ablegen konnte.

Jens tat es mir gleich, sodass seine frisch rasierten Rennradfahrerhaxen die Luft der Insel genießen konnten.

Oben angekommen, ging es links von der Küstenstraße weg, Richtung Hilton. Direkt merkten wir, dass uns der Wind gewaltig um die Ohren pfiff. Und es war kalter Wind, Nordwind, wie mir schien. Nach zehn Kilometern den Weg entlang (kurz vor der Unerführung, wo man wieder auf die Hauptstraße nach Llucmajor kommt), musste ich anhalten um mir wieder die Ärmel und Knielinge anzuziehen. So kalt war der sauige Gegenwind.

Statt Richtung Llucmajor, immer weiter im Gegenwind, entschieden wir uns nach rechts abzubiegen, um weiter die Schildkrötenwege zu fahren. Noch einmal nach rechts und dann lange geradeaus fuhren wir, einigermaßen gemütlich, bis wir wieder auf der Küstenstraße waren.

Mittlerweile verspürte ich Schmerzen im Bereich der Achillessehne bzw. des Knöchels meines rechten Fußes. Ich hoffte, dass der Schmerz von alleine wieder verschwinden würde.

Von der Küstenstraße ging es erst einmal nach Cala Pi. Dort hat es eine sehenswerte Bucht. Richtung Cala Pi, mit Wind im Rücken, ging es prima. Zurück brauchte es aber wegen des Gegenwindes eine Ewigkeit, bis wir am Glashaus waren – unserem Ziel für das Mittagessen.

Das ‚Glashaus‘, eigentlich ‚Cas Busso‘ liegt auf der Crta Cabo Blanco bei km 24 und ist unter Radfahrern berühmt. Auch Jan Ullrich sieht man dort, wenn er auf Mallorca fährt.

Das Glashaus serviert (mit) das beste Serrano-Schinken-Brot auf der ganzen Insel. Auf der Speisekarte findet man es unter ‚Pa amb Oli‘. Für EUR 8,10 ist es nicht ganz billig, aber man sollte es probiert haben!

Die Sonne schien herrlich und es war warm auf der Terrasse des Cas Busso.

Da die Schmerzen im rechten Knöchel immer noch da waren, nahm ich eine IBU 400 und hoffte auf Besserung.

Als wir wieder auf den Rädern waren, erinnerten wir uns an den Wind.

Geplant war zunächst nach Campos, und von dort nach Llucmajor zu fahren.

El viento, der Wind, blies heftig und böig aus zehn Uhr und wir keuchten uns einen ab. Man musste voll konzentriert fahren, um jederzeit das Rad im Griff zu behalten. Das war ziemlich anstrengend.

Ein gutes Stück vor Campos hatten wir keinen Bock mehr darauf. Lieber Wind direkt von vorne, statt ständig dieser böige, nervende Seitenwind, war die Devise.

So fuhren wir auf einem schmalen Weg, dem Cami d’es Palmer, Richtung Palma, immer geradeaus.

Irgendwann war das dann geschafft und wir machten uns auf den Weg ins Basisquartir von Fred Rompelberg, im Hotel Taurus Park.

Um meinen, immer noch schmerzenden, Knöchel behandeln zu lassen, trug ich mich dort für morgen in die Massageliste ein und Jenny tat es mir gleich.

Dann gingen wir nach vorne, wo es die Massage gibt. Ich wollte Jenny den Masseur vorstellen. Dimi, den ich vom Vorjahr kannte, gibt es dort aber nicht mehr. Jetzt macht das Anja, eine freundliche Holländerin. Ich sprach sie gleich auf meine Malesse mit dem Knöchel an. Sie rieb mir den Knöchel mit einem grünen Gel ein, bat mich nicht gleich zu duschen (habe ich aber mittlerweile gemacht), und versprach, morgen ihr bestes zu geben, damit ich weiter Rad fahren kann.

Ach ja, wir waren (nur) 88 km unterwegs, teils bei heftigem Wind, sodass der Schnitt nur knapp die 24 km/h erreichte.

Spaßiges Rennradfahren sieht anders aus.

Zur Abwechslung trug ich heute meinen eigenen Helm, den Prevail – das Spitzenmodell aus dem Hause Specialized – und ich glaube, der POC Octal sitzt besser auf meinem Kopf.

Probiert habe ich den Riegel ultraBar Choco von ultraSPORTS. Auch er schmeckte lecker. Allerdings ist er mit Schokolade überzogen. Das macht die Hände klebrig. Bei den ultraBars Lemon und Apricot passiert das nicht. Das finde ich besser.

Die Kette, drei Tage heftig gepflegt mit Dynamics Trockenschmierstoff, zeigt nach der Fahrt immer noch genügend Schmutzablagererungen. Sauber ist anders. Allerdings läuft die Kette mit dem Schmiermittel ziemlich fein und geräuscharm.

Morgen ist Ruhetag und Massage um 17 Uhr bei Anja. Soll ich den Knöchel morgen komplett schonen oder darf ich auf dem Radweg nach Palma fahren?  Wir werden sehen.

Mallorca Tag 3 Glashaus

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